Gewinnspielviralität oder der Schnäppchen-Flashmob

05 05 2010
Wenn's was zu "gewinnen" gibt oder "umsonst" oder gar "geschenkt" rasten die Leute ja regelmässig aus, gut beobachten kann man dieses Verhalten beim Karneval, wenn sich erwachsene Menschen wie von Sinnen um ein paar olle Kamelen kloppen, als würde es morgen nichts mehr geben. Früher fand ich auch immer diese Szenen von der Eröffnung des Winter-/Sommer-Schlussverkaufs sehr bezeichnet, wenn sich schon morgens weit vor Ladenöffnung eine Horde vor Karstadt oder Kaufhof sammelt, um die vermeintlichen "Schnäppchen" abzugreifen. Eigentlich fast eine anarchische Form des Flashmobs, funktionierte damals auch schon ganz ohne Internet.

Die moderne Form des "Gewinnens" und "Verschenkens" folgt nun mehr und mehr einem Beteiligungs- und Viralitätsgedanken. Man bindet die Beteiligten ein indem man Ihnen Aufgaben stellt: die auffordert Fotos zu verschicken, Links bei Twitter zu posten oder Gruppen bei Facebook zu gründen, um exklusive Konzerteinladungen zu ergattern (macht o2). Insgesamt erhöht das zum einen den Spassfaktor für die Beteiligten, zum anderen wird dadurch kostenlose Werbung für eine Kampagne generiert, die mit Geld sehr teuer wäre.

Eine Variante hiervon ist die Aufforderung im Firmeneigenen Blog z.b. hier bei blog.notebooksbilliger.de sich für eine "Testgerät" zu qualifizieren. Um an das Testgerät zu kommen muss man natürlich einige Aufgaben erfüllen u.a. ein eigenes Blog haben und auf den Artikel verlinken.

Da stellt sich natürlich für mich die Frage: wie finden meine Blog-Leser das, wenn ich hin und wieder an Gewinnspielen teilnehme und speziell dafür Artikel im Blog erzeuge? Könnte nerven, könnte aber auch ein netter Service sein, selbst was zu schreiben und die Chance auf den Gewinn wahrzunehmen. Von daher finde ich es ganz okay, wenn man es nicht übertreibt und quasi nur noch sein Blog, um der Gewinnspiele willen betreibt.

Diesen Gedanken verfolgt auch Casten bei notebooksbilliger und hat sich ein paar Regeln ausgedacht, die die Sache verkomplizieren:
Folgendes habe ich mir also ausgedacht:

- Ihr seid Blogger und betreibt ein eigenes Blog, welches nicht für diesen Zweck oder für Gewinnspiele erstellt wurde.


okay - hab ich www.outclub.de.

- Solltet ihr das Gerät gewinnen, so erklärt ihr euch bereit, einen Testbeitrag zum Netgear Digital Entertainer Elite EVA9150 in unserem Blog zu veröffentlichen.


okay, mache ich gerne.


Ihr veröffentlicht auf eurem Blog eure 10 Lieblingsfilme, die ihr gerne auf der Netgear Digital Entertainer Elite EVA9150 abspeichern wollt. Dabei wäre Rocky 1-6 natürlich nur 1 x als Nennung zulässig


Also mal 10 Filme, die ich für ziemlich gut halte:

01 - James Bond - Ein Quantum Trost
02 - Léon - Der Profi
03 - Taxi
04 - Jagd auf Roter Oktober
05 - Star Wars Trilogie
06 - Herr der Ringe
07 - Vertrauter Feind
08 - Die Monster AG
09 - Findet Nemo
10 - Rambo - First Blood

Dazu macht ihr ein Foto von eurer coolen DVD- oder Videosammlung und verlinkt auf diesen Beitrag.


Das wird jetzt ein bisschen traurig - ich habe nur ganz wenige DVDs, aber dafür einen riesigen Fernseher, der sich total über digitales Futter von dem Netgear Digital Entertainer Elite EVA9150 freuen würde.

DVD Sammlung und TV-Gerät


Damit sind die Aufgaben erfüllt und das Gewinnspiel kann losgehen. Ich bin sehr gespannt, wie viele Leute diesmal daran teilnehmen, aufgrund der sehr restriktiven Vorgaben kann ich mir vorstellen, dass es nicht sonderlich viele sein werden. ich werde auf jeden Fall beobachten wie es damit weiter geht und hier wieder davon berichten.

Parallel dazu habe ich mich auch an einem Gewinnspiel der T3N über Facebook beteiligt, da musste man ein Foto von seinem Schreibtisch hochladen und kurz beschreiben, funktioniert prima, wird aber leider inzwischen recht inflationär eingesetzt, von daher ist diese Kampagne sicherlich etwas spannender.






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Stadtwerke Düsseldorf "verschenken" 100 Euro an Kunden

09 03 2010

Vor einigen Tagen erreicht mich ein Schreiben der Stadtwerke Düsseldorf mit dem schönen Betreff "100 Euro voller Energie!" - Endlich mal ein Mailing mit einer positiven Botschaft, da lese ich doch gerne weiter. In dem Schreiben wird dem geneigten Leser dann erstmal ordentlich Honig ums Maul geschmiert: "Sie als langjähriger Stammkunde..." Blabla "... Für Ihre Treue möchten wir uns bei Ihnen mit '100 Energie-Euros' bedanken." 


Stadtwerke Düsseldorf 100 Euro voller Energie


Das klingt doch schonmal alles sehr nett und freundlich, danke, auch wenn es keine Mehrzahl von "Euro" gibt, ob 1 Euro oder 100 Euro, Euro bleibt Euro. 


Wie und wo kommt ich nun also an meine 100 Energie Euro, ganz einfach, es gibt 35 Kooperationspartner bei deren Filialen die Energie Euro eingelöst werden können. "Ihre 100 Energie-Euros verwenden Sie beim Einkauf wie Bargeld.", steht im Schreiben.


Na gut denkt man sich da, so richtig cool ist das ja mit den 100 geschenkten Euros nicht, wenn man auf 35 Kooperationspartner beschränkt ist, aber werfen wir mal einen Blick auf diese Partner: 




Hier gesellt sich also eine illustre Schar von Anbietern aus verschiedenen Bereichen zusammen, vor allem aus dem Handels- und Dienstleistungsbereich. Mit der kleinen Einschränkung, dass so gar keiner von denen in meinem relevant set ist. 


Kooperationspartner 2



Na gut, dass könnte ja noch werden denkt sich der geneigte Leser und überlegt schon wo man 100 Euro ausgeben kann, ist ja wie Bargeld, stand im Schreiben. 


Leider leider, ist das aber alles gar nicht so einfach, die Energie-Euros werden nämlich nicht wie angekündigt 1:1 wie Bargeld behandelt, sondern nur zusätzlich zu richtigem Geld:  "1 Energie-Euro pro Einkaufswert von 10 €" steht vielfach neben dem Logo der Kooperationspartner - na super! 


Da habe ich jetzt also viele Minuten meines Lebens damit verbracht das Schreiben der Stadtwerke Düsseldorf zu lesen, hatte schon ein positives Image gegenüber den Stadtwerken entwickelt und dann kommt doch wieder das dicke Ende, dass man eh nichts Geschenkt bekommt. Mal angenommen, man würde tatsächlich hingehen und versuchen die 100 Energie-Euro zu Nutzen, müsste man Waren und Dienstleistungen im Wert von ca. 1.000 Euro in Anspruch nehmen. Das ist ja jetzt nicht so zielführend, vielleicht gut für die Düsseldorfer Wirtschaft, aber sicher nicht gut für mich. 


Ich habe also jetzt dieses "Geschenk" mit einem faden Beigeschmack in der Papiertonne entsorgt und damit sich der ganze Aufwand überhaupt noch lohnt, also dieser Blog-Eintrag geschrieben.


Tipp an die Stadtwerke: diese Art von "Werbung" bitte zukünftig unterlassen, so dumm wie angenommen ist der geneigte Kunde nun doch nicht. Außerdem bringt so etwas keinen Image-Gewinn, nur Image-Schaden, und die Kosten für so ein Mailing stehen sicher in keinem Verhältnis zum erhofften positiven Einzahlen der Aktion auf die Marke. 





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Unter dem Motto "Mein Schreibtisch..."

27 02 2010



... könnte dieser Artikel stehen, der eigentlich von der Idee her auf einem Eintrag im Blog von notebooksbilliger.de basiert.  


Dort gibt es noch bis zum 15.03. einen PC zu gewinnen, wenn man Artikel über seinen Schreibtisch blogt und dabei notebooksbilliger.de verlinkt. An anderer Stelle habe ich schon darüber gelesen das sei Link-Prostitution, naja ich finde das jetzt nicht so schlimm, immerhin handelt es sich hier um einen seriösen Anbieter. 


Ich habe also eine Reihe von Schreibtischen zusammengestellt aus den letzten Jahren angefangen mit 2007 "Chaos im Büro"... 


Chaos im Büro 2007


Links ein sehr altes PC-(Win XP) Notebook aus 2001, in der Mitte ein Powermac und rechts ein iBook.



Dann natürlich das Thema "Mobiles Büro" - eigentlich arbeite ich nämlich gar nicht regelmäßig am Schreibtisch: 


Mobiles Büro 2008



Und zum Schluss noch die aktuelle Büro-Aufteilung, zwei Arbeitsplätze, und aufgeräumt. Dieses Foto ist direkt nach dem Umbau entstanden, deshalb ist es noch so ordentlich.


Büro an der Uni 2009


Wie man sieht, der Powermac ist immer noch da. 


Das alles kann natürlich nicht mit dem Office-Wahnsinn von Steve mithalten, der inzwischen 60 24" Monitor in seinem Büro aufgehängt hat. Mehr Fotos bei Flickr.




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DSDS: Schlangen, Stimmen und Schadenfreude oder Annemarie vs. Jury

03 05 2009

Das Beste vom Besten sollte uns am Samstagabend laut Marco Schreyl erwarten, aber genauso, wie er sich wohl versehentlich in Dieter Bohlens Garderobe eines hydrantenfarbigen Anzugs bedient hat, versah er sich wohl auch mit dieser Prophezeiung. Die Halbfinalshow hatte Höhen und Tiefen, was sich nicht ausschließlich durch die Auftritten der Kandidaten zeigte, sondern insbesondere auch durch das Verhalten der Juroren. Dazu später mehr. Am Ende zogen Daniel und Sarah überglücklich ins Finale ein, Geburtstagskind Annemarie, der man ihr ins Mikro gelächeltes „Endlich!“ nach Verkündung des Ergebnisses nicht so recht abkaufen wollte, musste die Show verlassen.

Sarah Kreuz, die sich selbst vorab als Ausscheidende des Abends sah, eröffnete die Show in einer Rosenschaukel sitzend und Yvonne Catterfelds „Für Dich“ singend und erfreute damit zumindest Dieters Herz ganz besonders. Der Auftritt war im Grunde ganz hübsch, Sarah sang gut und klang deutlich anders, als die hauchende Catterfeld. Auch gab sie sich sichtlich Mühe freundlich zu wirken, wenngleich ihr Lächeln in etwa der Natürlichkeit einer Misswahl-Kandidatin vor der Entscheidung entsprach. Ihre deutsche Aussprache gefiel mir aber fast so wenig, wie sonst ihre englische. Die Überbetonung einiger Wortenden klang hart und unschön, das kontinuierliche sch statt ch (Für disch schiebe isch die Wolkään weiteeeer) interpretiere ich mal als Benny Kieckhäben Gedächtnis-Vokabular. Dafür war Sarahs zweiter Auftritt mit „One Moment In Time“ wirklich großartig, meiner Ansicht nach ihr bester in den gesamten Mottoshows. Zwar hat sie mal wieder einen Textpatzer gehabt, was sie im Finale aber hochnotwendig in den Griff bekommen muss, den möchte ich ihr aber wegen des wirklich sehr guten Gesangs einfach verzeihen. Das war der beste Auftritt des Abends. Der dritte Titel „I’m Outta Love“ war dann wieder gespickt von ziemlich schlechtem Englisch und eher durchschnittlichem Gesang - was mir aber positiv auffiel, Sarahs Mimik war endlich mal gelungen und wirkte recht selbstbewusst. Das sollte die junge Sängerin sich unbedingt bewahren. Überhaupt habe ich das Gefühl Sarah ist besser geworden, seitdem sie das erste Mal ums Weiterkommen bangen musste. Druck scheint ihr gut zu tun.

Annemarie Eilfeld wirkte trotz ihres Geburtstages während der ganzen Show, als sei sie nicht so ganz bei der Sache, wie man es sonst von ihr gewohnt war. Ihr erster Song „My Life Would Suck Without You“ klang in den Strophen gut, im Refrain allerdings stieß sie doch ein wenig an ihre Grenzen. Die Ballade „The Voice Within” sang sie gar nicht schlecht. Leise, aber auch kräftig an den richtigen Stellen, außerdem umging sie geschickt Passagen, die sie eventuell nicht sauber hinbekommen hätte. Ihr bester Auftritt an diesem Abend. Leider fällt Annemaries dritter Auftritt komplett aus der Reihe. Zwar hatte sie sich wohl überlegt die Jury mit ihren eigenen Waffen zu schlagen und brachte, wie einst im Recall auf Teneriffa von den Damen erwartet, eine Python mit auf die Bühne. Es sei hier erwähnt, dass ich grundsätzlich dagegen bin Tiere als Accessoires in dieser Form zu verwenden, aber nun gut. Jedenfalls wurde man den Eindruck nicht los Annemarie könne mit dieser Schlange so gar nicht umgehen, das Mädchen versuchte sie sich während des Singens vom Hals zu nehmen, sie hochzustemmen sie neu zu drapieren, nur Gelingen wollte das alles nicht so recht. Der Umgang mit dem Tier wirkte mehr als unbeholfen, die Verruchtheit einer Salma Hayek in „From Dusk Till Dawn“ oder meinetwegen einer Britney Spears wollte einfach nicht aufkommen. Gleichzeitig litt Annemaries Gesang so sehr unter ihrer Konzentration auf die herumschlängelnde Python, dass ihre Stimme unheimlich dünn und die Töne reichlich schief klangen und der Auftritt insgesamt meilenweit von Halbfinalniveau entfernt war. Ihre Rauswahl am Schluss war leistungsmäßig mehr als gerechtfertigt.

Daniel Schuhmacher sang sein erstes Lied „Stand By Me“ zwar gut, aber es wirkte auf mich etwas unoriginell. Ob der letzte verbliebene männliche Kandidat zu Beginn etwas nervös war? Sein zweiter Song war da schon besser. Umgeben von dicken Rauchschwaden, bei denen man sich schon Sorgen um den Gesundheitszustand von Daniels Lungen machen wollte, trug er inmitten von überdimensionalen Kerzenständern seine Ballade „Get here“ vor. Gewohnt gefühlvoll sang er das Lied, der Auftritt insgesamt ein typischer Schuhmacher. Gut gemacht. „Rehab“, Daniels dritter Titel, auf den ich mich sehr gefreut hatte, war leider am Anfang leicht schief, dann fand er glücklicherweise in den Song hinein und sang in gut. Trotzdem war der Auftritt nicht das Highlight, das ich erhofft hatte. Insgesamt hat Daniel am Samstag eine solide Leistung abgeliefert, aber er kann mehr und ich hoffe, dass er imstande ist uns das im Finale auch voll zu zeigen.

Insgesamt wurden in der Show die beiden stärkeren Sänger ins Finale gewählt, was mich freut, denn die Leistung kam in dieser Staffel DSDS ja schon des öfteren zu kurz. Dennoch hat die ausgeschiedene Annemarie Eilfeld diese Staffel geprägt mit allem, was sie getan hat, ob man sie nun mochte oder nicht. Mir persönlich hat der Soapcharakter dieser Staffel nie gefallen, dennoch war er von RTL inklusive der Jury ausdrücklich gewünscht. Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch ein paar Worte über das Verhalten der Jury gegenüber einer frisch ausgeschiedenen Kandidatin verlieren. Drei vor Freude über das Weiterkommen ihrer Favoriten hüpfende Juroren, eine Nina Eichinger, die ihre Freude noch mit einem piepsigen „yeah“ bekräftigt, ein Dieter Bohlen der auf die Bühne rennt und seine Lieblinge umarmt, während das ausgeschiedene Geburtstagskind alein daneben steht, empfinde ich – obwohl ich nun wirklich keine Anhängerin der blonden Dessauerin war und bin – einfach als respektlos. Dieter hatte schon immer seine ganz eigenen Methoden bei DSDS, aber von Nina und Volker hätte ich ein dezenteres Verhalten erwartet. Eine Halbfinalkandidatin höflich zu verabschieden bringt auch einen Juror nicht um.
Allerdings überrascht mich bei Nina Eichinger sowieso nichts mehr wirklich. Während der Show mache ich mir immer ganz kurze Notizen, diesmal fand ich am Ende gleich vier Mal ein „Nina raus!“ auf meinem Zettel, weil sie sich heute mit unqualifizierten Beurteilungen mal wieder selbst übertroffen hat. „Ich mag deine Schminke“, „Du hast schöne Beine in dem Kleid“, „Ich find das Lied gut“, das ist nur eine kleine Auswahl ihrer gesammelten Überflüssigkeiten. Und auch Dieter hat sich selbst übertroffen, als er am Schluss behauptete, es gehe ja schließlich um den Gesang und die Stimme, was jeden DSDS-Zuschauer, der seit dieser Staffel das „Gesamtpaket“ zum Unwort des Jahres erklärt haben möchte, wie ein bitterer Scherz vorgekommen sein muss.

Am kommenden Samstag steht nun also das männlich/weibliche Finale, ganz ohne Zickenkrieg und Lästereien, dafür mit viel Stimme und gegenseitigem Respekt zwischen Sarah Kreuz und Daniel Schuhmacher an. Diejenigen, die soviel Harmonie als langweilig empfinden, soll gesagt sein, dass eine von 9 Mottoshows, in denen ausschließlich die gesanglichen Leistungen im Fokus stehen, doch wirklich nicht zuviel sein können. Ich freue mich jedenfalls, trotz zweier eigens von Dieter Bohlen geschriebener Songs, auf das große Finale.


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DSDS: Licht und Schatten bei Dieters Märchenstunde

13 04 2009

Samstagabend, Mottoshow 5, bei Widmungssongs und aktuellen Hits wurde es wieder spannend. Glücklicherweise wurden dem Zuschauer herzzerreissende Liebeserklärungen zum Mitweinen gänzlich erspart, denn die Widmungen wurden diesmal nicht auf der Bühne ausgesprochen, sondern zuvor im Einspielfilm erwähnt und auch die Personen, die angesprochen wurden, waren eher beste Freunde, Mütter oder gar ein ganzes Dorf, als die Liebe des Lebens. Die 6 verbliebenen Kandidaten sangen jeweils zwei Titel, am Ende musste das Fräulein Schlager gehen. Erneut beweist das Publikum, dass es Ohren hat und sich von Dieter und seiner Märchenstunde nicht manipulieren lassen will, denn Vanessa sang an diesem Samstag tatsächlich am Schlechtesten.

Den Auftakt der Show machte Dominik Büchele mit „Stark“ von Ich+Ich. Ninas Anweisungen der letzten Woche folgend, brachte er sich einen Barhocker mit auf die Bühne und sang, zuerst etwas leise, dann aber kraftvoll und sogar neu interpretierend sein Lied. Zwar wollte der Text nicht so wirklich zum 18-jährigen Büchele passen, aber er sang gut, bewies Mut zum Risiko und musste sich dennoch erneut von Dieter auseinandernehmen lassen. Man fragt sich, was genau Herr Bohlen von dem jungen Sänger erwartet, damit ihm nicht sämtliche Gliedmaßen einschlafen und er sich an Valium erinnert fühlt. Möglicherweise sind diese Symptome doch eher Altererscheinungen, denn die Auftritte des talentierten jungen Mannes. Doch Dieter sollte sich noch steigern in seiner Hitparade der unpassenden Bewertungen bei Dominiks zweitem Song „Wire to wire“ von Razorlight. Dieser Auftritt war, trotz des etwas missglückten Anfangs, wohl der Beste, den der junge Sänger seit Beginn der Mottoshows abgeliefert hat. Es steckte soviel Kraft in seiner Stimme und die schwierigen Wechsel von hoch und tief meisterte er vorbildlich. Das Lied, bei dem ich sehr empfindlich reagiert hätte, wenn es verhunzt worden wäre, hat der 18-jährige wirklich sehr gut gesungen. Weiter so, Dominik! Wo genau Herr Bohlen dann allerdings reihenweise versemmelte Töne gehört haben will, bleibt wohl das Geheimnis eines verschrobenen Jurors.

Auch das Urteil für Bennys ersten Song wollte nicht so ganz zur Wirklichkeit passen. Der diesmal mit schwarzem Anzug bekleidete Wormser sang „Und wenn ein Lied“ von den Söhnen Mannheims und abgesehen von dem eingeschlichenen Dialekt war der Vortrag auch sonst sehr dünn und mit reichlich falschen Tönen gespickt. Einzig die kräftigeren Parts des Songs waren ganz gut. Dennoch fand ich es ganz spannend den bunten Benny einmal ganz anders auf der Bühne zu sehen. Dieter hörte kaum falsche Töne, einzig Nina hatte einen lichten Moment und bescheinigte „Bernd“ Kieckhäben, dass dieses Lied einfach eine Nummer zu groß für ihn war. Bei seinem zweiten Song war Benny wieder ganz Paradiesvogel und sang „Closer“ von Ne-Yo annehmbar, wenngleich die Form der letzten beiden Wochen dieses Mal leider kaum zu spüren war.

Dann betrat Vanessa die Bühne und sang fröhlich und durch die Zuschauerreihen marschierend „Liebeskummer lohnt sich nicht“. Wie immer konnte sie das Publikum mitreißen und mit ihrer positiven Art eine gute Stimmung verbreiten, doch wie immer sang sie auch ziemlich schief. Bei den Schlagern ist man das ja inzwischen schon beinahe gewohnt, ihr zweiter Song „Gib mir Sonne“ war jedoch noch schiefer als der Schlager und Zuhörern, die den Song mögen - falls es diese wirklich gibt ;-) – dürfte sich der Magen umgedreht haben. Diesmal war es den Zuschauern wohl zuviel, Vanessa musste am Ende gehen, auch wenn sie es sich selbst anscheinend nicht erklären konnte. Immerhin hat Bohlen diesmal erkannt, dass sie nicht die beste Sängerin ist. Ob ihm bewusst geworden war, dass er letzte Woche mit seinem Urteil zu dick aufgetragen hatte?

Als Vierte betrat Annemarie die Bühne, nachdem sie entgegen Volkers Rat, ihren Hintern doch wieder in die Zeitung bewegt hatte, und sorgte für die Überraschung des Abends. Sie sang „Nobody knows“ von Pink ohne Show, hübsch gekleidet und vor allem wirklich ziemlich gut. Ob die Tränen im Einspielfilm und nach dem Auftritt nun echt waren oder Anmie doch zuvor ganz viele Zwiebeln geschält hat, spielt letztlich keine Rolle, denn sie hat gezeigt, dass sie gesanglich durchaus auch bei langsamen Titeln überzeugen kann. Ich, jedenfalls, war positiv überrascht und sogar die Jury hat diesmal die Wahrheit gesprochen, indem sie Annemarie lobte. Beim zweiten Auftritt verwandelte sich die blonde Dessauerin in eine 1:1 Kopie von Lady Gaga und sang inklusive der überdimensionalen Schleife auf dem Kopf „Just dance“. Der Auftritt war im Grunde in Ordnung, doch für Dieter zu nah am Original und daher optimal geeignet, um Annemarie doch noch Wind von vorne zu geben und gleichzeitig auch Dominik anzugreifen, indem er dessen angebliche Ähnlichkeit zu James Blunt zum 100. Male wiederholte. Dass Anmie sich Kostüm und Tanz kaum selbst ausgesucht haben wird und Dominik noch in keiner einzigen Mottoshow James Blunt sang, blieb natürlich unerwähnt.

Etwas enttäuscht hat mich diese Woche Daniel. Leider scheint es ein dauerhaftes Problem bei ihm zu sein, dass er bei seinen Liedern den Einstieg vermasselt, so auch bei „You give me something“. Ich hatte einen hervorragenden Auftritt erwartet, es kam leider nicht mehr als Durchschnitt. Der Song war zu tief gesungen und klang auch im Ganzen wirklich nicht sehr gut. Was war los, Herr Schuhmacher? Das können Sie besser! „Allein, allein“ hat mir dann aber wieder sehr gut gefallen. Zum ersten Mal hatte Daniel eine kleine Performance bei seinem Auftritt, was ihm durchaus gut stand. Gesungen hat er ebenfalls gut, vor allem die hohen Töne sind herausragend. Dennoch muss Daniel noch ein bisschen Konstanz in seine Leistung bringen, sodass er sie immer dann abrufen kann, wenn sie gefordert ist. Ansonsten bekommt Dieter bald noch einen Herzkasper, falls Daniel demnächst der Spannung wegen erneut vorne stehen muss.

Den Abschluss bildete Sarah Kreuz, die im ersten Durchgang mit einem weißen fliegenden Kleid, das womöglich auf Dieters Rechnung geht, und gutem Gesang zu „Unforgettable“ überzeugte. Der zweite Durchgang misslang der jungen Sängerin jedoch, denn sie konnte sich an fast keine der englischen Textzeilen von „If I were a boy“ erinnern und sang infolgedessen unverständliches Kauderwelsch. Glücklicherweise bemerkte sie selbst, wie missglückt der Auftritt war und entschuldigte sich sogleich bei ihren Fans. Der Englischlehrer von Vanessa dürfte nach dem Ausscheiden seines Zöglings doch wieder eine Menge Zeit haben - anstatt sie also fragwürdige Bruce Darnell- Motivationscoachings machen zu lassen, sollte Fräulein Kreuz auch mal wieder die Schulbank drücken. Auch grundsätzlich muss Sarah aufpassen, dass ihre Auftritte nicht trotz der guten Stimme etwas zu eintönig werden, die Konkurrenz schläft nicht.

Fazit dieser Mottoshow dürfte sein, es gab mehr Licht als Schatten. Die Aussage der Jury und die am Ende der Sendung eingeblendeten vermeintlichen Anrufer-Prozentzahlen stimmen mit meiner Meinung überein, dass die Kandidaten immer enger zusammen rücken, was die Show durchaus mit etwas mehr Spannung versieht, als es teilweise in den vergangenen Staffeln der Fall war.
Freuen wir uns also auf die nächste Woche, in der die Kandidaten sich weiter steigern können und hoffentlich auch die Jury, insbesondere Dieter, wieder zu mit dem Auftritt übereinstimmenden Urteilen finden werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt ;-).

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DSDS: Sexy, sexy, sexy!

03 04 2009

Der mottoshowlose Samstag ist überstanden, nun dürfen wir uns endlich wieder auf eine neue Show freuen. „Sexy Hits“ sind diese Woche die Aufgabe, dieses Motto reiht sich nahtlos in die anderen sinnfreien „alles oder nichts“ - Themen der letzten Wochen ein. Was genau ist ein sexy Hit? Ein Song mit erotischem Inhalt? Einer, der gerne in gewissen Etablissements gespielt wird? Oder vielleicht die persönliche Plattensammlung von Volker Neumüller?

Wenn es Songs sein sollen, zu denen man gern die Hüften kreisen und die Klamotten fallen lässt dann passt das Motto zu keinem Kandidaten besser als zu Annemarie. Mit „Lady Marmelade“ hat sich die blonde Dessauerin auch gleich den richtigen Song ausgewählt, um ihrem Image der vermeintlich sexy Schlange gerecht zu werden. Ich erwarte ein zumindest gleichwertiges Outfit zu den Damen Aguilera, Lil’ Kim, Pink und Mya; das wäre auch praktisch, denn so kann Anmie die Bühne gleich in Unterwäsche betreten und muss sich die Klamotten nicht erst mühsam vom Leib reißen. Eine Stimme, die auch nur einer der 4 Damen gerecht wird, erwarte ich dagegen nicht, das Lied ist ziemlich anspruchsvoll und scheint definitiv eine Nummer zu groß. Trotzdem dürfte Anmie große Chancen haben die nächste Runde zu erreichen, in unserer Umfrage schaffte sie es immer hin auf Platz drei der Kandidaten, die ihr auf dem Superstarthron seht. Die „Anti-Lobby“ wie Volker Neumüller es bezeichnete, scheint sich auch langsam umzukehren, nicht zuletzt wegen beleidigenden Äußerungen von Sarah Kreuz. Plötzlich erhält Annemarie ein Stück vom Mitleidskuchen und kann ihre Position in der Show festigen. Respekt, Fräulein Eilfeld, ihre Taktik scheint sich auszuzahlen.

Sarah steht in unserer Umfrage knapp hinter Annemarie, sie hat in der letzten Woche viele Sympathien verspielt durch gedankenlose Äußerungen vor laufender Kamera. Da sollte sie noch ein wenig bedachter werden, denn bis zum Finale ist es noch ein weiter Weg und rückt somit für Fräulein Kreuz in schier unerreichbare Ferne. Doch ihre Stimme spricht für sie, am Samstag hören wir von ihr „The trouble with love is“ von Kelly Clarkson. Nun, was genau an diesem Lied sexy ist, habe ich auch nach längerem Grübeln nicht herausfinden können. Aber, wer weiß? Vielleicht wird es ja die Präsentation des Songs, denn Sarah stand in der letzten Woche Laufstegcoach und Ex-„Topmodel“-Trainer Bruce Darnell, der „Experte“ für „sexy sexy sexy“-ness, zur Seite; was könnte da noch schief gehen? ;-)

Ein Lied von den Pussycat Dolls passt augenscheinlich sehr gut zum Motto, doch wird ihr Liedchen Don’t cha“ keine der Damen zum Besten geben, sondern Deutschlands buntester Lieblingsfriseur Benny. Neben einer kleinen Textänderung dürfen wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach auf eine schrille Performance mit kreisenden Hüften gefasst machen, die Dieter erneut zu fragwürdigen Äußerungen anregen wird. Das passende Outfit für den Auftritt trug der Wormser ja schon vergangene Woche bei seinem Fotoshooting. ;-) Das Eis könnte für Benny jedoch sehr dünn werden, in unserer Umfrage liegt er auf dem vorletzten Platz und auch der Ausreißer nach oben - gerade in der Jurybewertung - in der letzten Show wird für ihn sicher schwierig zu wiederholen.

Starke Nerven werden uns auch diese Woche wieder von Holger abverlangt. Gerüchteweise hieß es, er werde am Samstag Joe Cockers Anleitung zum Strippen „You can leave your hat on“ aus die Bühne bringen. Ich hatte mich also schon auf reichlich strapazierte Lachmuskeln eingestellt, immerhin – der Song hätte zum Motto gepasst. Doch nun will sich Herr Göpfert an „Still got the blues“ von Gary Moore versuchen, statt Bauchmuskelkater werde ich mich also mit Magenschmerzen und Ohrensausen quälen müssen, denn wie dieses schöne Lied von Holger verhunzt wird, mag ich mir in seiner ganzen Schrecklichkeit noch gar nicht vorstellen. Der Umfrage nach müsste Holger am Samstag gehen, allerdings wird der Dieter sein „Projekt Holger“ wohl noch nicht aufgeben wollen und ihm – aller Talentfreiheit zum Trotz – eine „hammermäßige“ Beurteilung geben.

Sehr gespannt bin ich auf den Auftritt von Vanessa. Das erste Mal wird sie in den Live-Shows Englisch singen und zwar „Yes, Sir, I can Boogie“ von Baccara. Stimmlich muss sie sich erheblich steigern, was letzte Woche sogar der Dieter endlich bemerkte. Den Song an sich finde ich - obwohl kein Schlager - sehr passend für die sonstige Schlagerprinzessin, denn da kann sie flirten und tanzen und gute Laune verbreiten, all das, was ihre Anrufer und auch Dieter an ihr lieben. Der Umfrage zufolge steht Vanessa nur auf dem drittletzten Platz, wenn sie also nicht bald ihre gesanglichen Qualitäten etwas aufstockt, anstatt sich auf ihre Diät zu konzentrieren, dann wird es sehr bald eng für sie und sie muss DSDS verlassen, wenn auch ein paar Kilo leichter.

Daniel hat sich anscheinend sehr genau am Motto der Show orientiert und wird „Sexual Healing“ von Marvin Gaye singen. Leider muss ich wieder einmal gähnen, bei dieser Songwahl, denn das Lied plätschert so dahin und enthält keine Höhepunkte und ich empfinde es schlicht als langweilig. Leider droht Daniels Auftritt dadurch auch etwas farblos zu werden, denn seine Stimme glänzt am meisten bei starken Songs und die Performance ist nun mal nicht sein Schwerpunkt. Wenn Daniel jedoch plötzlich anderen Kandidaten nacheifern und sich, wie Sarah Connor, die diesen Song ja auch schon sang, auf der Bühne räkeln würde, dann wäre damit auch keinem gedient. Der Fokus auf der Stimme ist also sehr zu loben und die verkorkste Songwahl sei ihm, nach dem grandiosen Auftritt der letzten Show, schon mal verziehen. Sorgen machen muss sich Daniel sowieso keine, unsere Umfrage sieht ihn ganz klar im Finale. Nächstes Mal möchte ich aber bitte wieder einen stärkeren Song!

Bleibt noch Dominik, der diese Woche einen großen Bogen um Balladen machen sollte. Gelungen ist ihm das leider nicht ganz. Auch bei ihm gab es Gerüchte um die Songwahl. Lange Zeit schien der erwählte Titel „Smooth“ von Rob Thomas und Carlos Santana zu sein. Ich freute mich, denn der Song ist kraftvoll, schneller und schien perfekt, um das bubihafte Image auf einen Schlag abschütteln und endlich die ganze Bandbreite der Stimme zeigen zu können. Nun fiel die Entscheidung aber auf „Sunday morning“ von Maroon 5. Dieser Song ist zwar keine gar so grässliche Schnulze, wie „Reality“,aber schnell und anders genug, um aus der Schublade herauszukommen, scheint er auch nicht recht. Den Mut zum Risiko, den Dieter letzte Show einforderte, kann Dominik mit dieser Wahl noch nicht zufriedenstellend beweisen. Möglichkeiten dies zu ändern werden aber sicherlich noch folgen, denn in unserer Umfrage liegt der junge Sänger unangefochten an der Spitze. Ich warte geduldig weiter auf den Glücksgriff bei der Songauswahl.

Es erwartet uns also wieder eine bunt gemischte Show, deren Motto zumindest Volker Neumüller sehr glücklich machen wird. Ob wir auch zufrieden sein werden und wer DSDS den Rücken kehren muss erfahren wir am kommenden Samstag! Ich bin jedenfalls schon wieder sehr gespannt! :)

Die offizielle Trackliste wieder als Video:




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DSDS: Harfe adé

16 03 2009
Da waren es nur noch 8. Mottoshow Nummer zwei, mit dem Spaß versprechenden Motto „Geschlechtertausch“, bedeutete für Cornelia und ihre Harfe das Ende bei DSDS und für den freudig auf gute Auftritte hoffenden Zuschauer einen recht unbefriedigenden Abend. Das durchschnittliche Niveau der Darbietungen lag irgendwo zwischen Bierzeltmusikanten und den Stimmungsmachern in mittelmäßigen Discotheken, allen voran Dieters lebende Geschmacksverirrung Holger Göpfert. Sein Auftritt mit „Black Velvet“ unterbot alles zuvor von ihm Gesehene und Gehörte, vor lauter fassungslosem Entsetzen über diese unterirdische Leistung blieb ich für die Dauer der gesamten Darbietung und des folgenden unverständlichen Juryurteils in einer Art Schockstarre. Natürlich wurde Holger von Dieter und seinem Gefolge nicht abgemahnt und es blieb unausgesprochen, dass er einen der schlechtesten Mottoshowauftritte aller Zeiten abgeliefert hatte – erschreckender Weise schien der wirre Herr Göpfert nicht einmal selbst zu bemerken, wie bescheiden seine Leistung an diesem Abend gewesen war.

Die vorangegangene Auseinandersetzung mit DSDS-Luder Annemarie, die in ihrem Einspieler mitteilte Holger aus der Castingshow zu entlassen, so sie denn die Wahl hätte, schien den „sensiblen“ 27-jährigen dermaßen erregt zu haben, dass er jeden Anstand vergaß und Annemarie nach ihrem Auftritt in der Live-Show (!) wild gestikulierend anging. Von Annemaries Neigung zu verbalen Attacken gegen ihre Mitstreiter und ihrer hart an den Grenzen des guten Geschmacks angesiedelten Vorliebe für knapp verhüllte Haut mag man sich längst ein Bild gemacht haben, jedoch muss man ihr fairer Weise an diesem Samstag einen überraschend soliden Auftritt - wohl auch den besten ihrer DSDS-Zeit - zugestehen.
Stabilisiert hat sich auch unsere Schlager-Madame Vanessa Neigert, die sich mit „Über den Wolken“ gesanglich im Vergleich zum Debakel der Vorwoche wieder steigern konnte und die im Lichte einiger ihrer selbstdarstellerischen Mitstreiter eine erfrischende Uneitelkeit an den Tag legt und damit inzwischen sogar bei mir punkten kann.



Benny, zum zweiten Mal von der Jury auserkorener Favorit für den Rauswurf, lieferte im Prinzip genau das, was man am Samstag von ihm auch erwartet hatte. Mit Hochzeitsschleier auf dem mit zahlreichen Flaschen Haarspray getufften Haar imitierte er Madonnas legendären Auftritt von „Like a virgin“ und schien mit dieser Show sichtlich in seinem Element gewesen zu sein. Gesanglich blieb er jedoch ebenfalls ganz im Rahmen der Erwartungen, nämlich irgendwo ziemlich weit unten.

Marc, der die Schlagzeilen einer angeblichen Prügelattacke gegen einen Ex-Boyband Kollegen anscheinend mit einer „rührenden“ Geschichte rund um sein Engagement für Heimkinder auszugleichen versuchte, versagte gesanglich völlig bei „I kissed a girl“. Auch seine Show-Bemühungen auf der Bühne, bei deren krönendem Abschluß er ein Tänzchen mit Mama Jentzen wagte, konnte seinen misslungenen Auftritt nicht positiver erscheinen lassen. Vielmehr führte dem Zuschauer einmal mehr vor Augen, dass der Mädchenschwarm die Masche der Boybands wohl zu sehr verinnerlicht hat und bei allem was er tut einfach viel zu dick aufträgt

Leider konnten auch die Favoriten der sechsten Staffel Sarah, Daniel und Dominik diesmal das schlechte Niveau der Mottoshow übermäßig stark anheben. Alle 3 lieferten zwar ab, glänzten jedoch nicht unbedingt mit ihren stärksten Auftritten. Sarah sang „You raise me up“ technisch gut, das Gefühl hatte sie aber wohl in der Garderobe vergessen. Die Gänsehaut von Nina Eichinger kann ich mir persönlich nur mit der überaus eisigen Ausstrahlung von Fräulein Kreuz bei ihrem dieswöchigen Auftritt erklären – hoffentlich kann sie in den nächsten Wochen zeigen, dass sie auch anders kann, sonst ist schon jetzt besiegelt, dass das Finale einmal mehr in Männerhänden liegen wird.

Leidtragender der dieswöchigen Zickereien war im Grunde ein weit unter seinen Möglichkeiten gebliebener Daniel Schuhmacher, dessen Auftritt zwischen dem Aufmerksamkeit erzeugenden Gerangel von Annemarie und Holger und den darauf folgenden Buh-Rufen des Publikums fast unterging. „Irgendwas bleibt“ sang der ohne Frage mit einer sehr schönen Stimmfarbe gesegnete Pfullendorfer, doch viel mehr als ein ganz „netter“ Eindruck blieb von seinem dieswöchigen Auftritt eben nicht.

Dominik, der neben seinem großen musikalischen Talent auch jede Woche wieder mit angenehmer Zurückhaltung in Bezug auf alle Kandidatenproblemchen und einem allgemein ausgeglichenen Auftreten überzeugt, machte zwar einen guten Auftritt mit „First day of my life“, blieb jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die angezogene Handbremse änderte dennoch nichts daran, dass der sympathische Kappel-Grafenhausener erneut Bester des Abends war und seine Favoritenrolle weiter ausbauen konnte.


DSDS - Dominik Büchele - First Day of my Life - MyVideo

Cornelia, die keinen so schlechten Auftritt mit „Your Song“ gemacht hatte, aber eben auch keinen nachhaltigen Eindruck hinterließ, musste gehen, der Verlustschmerz ist gering.

Anstelle eines Fazit möchte ich im Namen aller Freunde dieser Show eine Bitte äußern :

Liebe DSDS-Macher, bitte lasst die Uraufführung auch gleichzeitig den letzten Vorhang für das Motto dieser Woche sein! Nie wieder Geschlechtertausch!!!


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