Ein Schweizer macht über das Bloggen einen Film: Bloggerfilm

28 11 2010
Sehr interessante 10 Minuten über das Bloggen und die Blogger, in weiteren Teilen in mäßig verständlichem Schwizerdütsch, aber dennoch eine sehenswerte Arbeit von Michael Eugster.

bloggerfilm - Ein Projekt, ein Film, Schweizer Blogger from Michael Eugster on Vimeo.




gefunden bei Rivva.de in meinem RSS-Feed-Reader.

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DSDS: Love is in the air oder Daniels großer Tag

10 05 2009

Die Suche hat ein Ende, Deutschland hat seinen neuen Superstar 2009 gefunden: Daniel Schuhmacher setzte sich am Ende eines vor Harmonie strotzenden Finals gegen seine Konkurrentin, oder besser seine Kameradin und Duettpartnerin, mit nicht einmal einem Prozent Vorsprung der Anruferstimmen durch. Zum 6. Mal fand Deutschland seinen Superstar und zum fünften Mal traf es einen Mann und keine Frau, auch wenn es diesmal denkbar knapp war. Der ganze Abend war geprägt von Harmonie, gegenseitigem Respekt und viel Liebe, die in der Luft lag. Für den DSDS-Zuschauer, der in dieser Staffel ganz andere Stimmungen gewohnt war und für den Zickenkriege schon alltäglich geworden waren, war dieses Finale fast schon zuviel des Guten. Soviel heile Welt gibt es sonst nur bei den öffentlich-rechtlichen zu sehen., das war man einfach nicht mehr gewohnt. Trotzdem kaufte man Sarah und Daniel tatsächlich jede Sekunde ab, dass sie sich gegenseitig den Sieg gönnen würden und so endete die Entscheidungsshow zwar tränenreich, aber nicht aus Verdruss und Ärger, sondern aus purer Freude. Es war ein Miteinander, kein Gegeneinander – der Wettbewerb geriet am Finalabend fast aus dem Sinn.


Sarah Kreuz musste zuerst auf die Bühne und eröffnete das Finale mit „A natural woman“ von Aretha Franklin. Sie sang gut, leider blieb aber nicht einmal das Finale verschont von Textaussetzern, Textumbauten und falschem Englisch. Zwar hat sie sich gesanglich durch die Staffel hinweg gesteigert, aber diese ewigen Textprobleme hätte sie wirklich in den Griff bekommen müssen. Wie soll sie in Zukunft in der Lage sein Konzerte zu singen, wenn sie sich schon den Text von zwei, drei Liedern nicht merken kann. Im Finale hätte ich mir endlich einen sauberen Vortrag gewünscht. Nichtsdestotrotz hat Sarah einen schwierigen Titel schön gesungen.
Daniels Herzenssong „Soulmate“ dagegen, war leider alles andere als gelungen. Die extreme Nervosität stand dem späteren Superstar ins Gesicht geschrieben, die Hand am Mikro zitterte und die Töne traf er bei weitem nicht immer. Irgendwie wollte seine Stimme auch so gar nicht mit diesem Song harmonieren. Sogar die Jury schien das insgeheim zu bemerken, denn ihr Urteile drückten sich allesamt um eine Beurteilung des konkreten Auftritts herum, lediglich die außergewöhnliche Stimme und die Entwicklung wurden erwähnt.



Sarah Kreuz-Anything But Love (Live im DSDS Finale… - MyVideo


In der zweiten Runde sang Sarah „I will always love you“ von Whitney Houston, ihr Staffelhighlight. Wieder ein schöner Auftritt, sie versuchte viel Gefühl in den Song zu legen und konnte damit durchaus überzeugen, allerdings war der Auftritt ihrem Mottoshowauftritt extrem ähnlich. Diesmal gab’s für Sarah standing ovations von der Jury, damit das Gleichgewicht zu Daniel wieder hergestellt wurde und sogar Daniel selbst stand für seine Mitstreiterin auf und zeigte sich von ihrem Auftritt beeindruckt. Anschließend sang er sein Staffelhighlight, „Ain’t no sunshine“ von Bill Withers. Ich wähnte mich in einem déjà-vu, als er die Bühne betrat, denn sein Outfit schien dasselbe zu sein, wie zuvor bei eben jenem Mottoshowauftritt. Ein Wunder, dass Fräulein Eichinger dies nicht zu bemerken schien. Gesungen hat Daniel sehr gut. Er selbst fand seinen Auftritt viel emotionaler als beim ersten Mal, ich habe ehrlich gesagt keinen wirklichen Unterschied feststellen können. Sehr schade, dass den Kandidaten für die Runde der Staffelhighlights anscheinend keine Besonderheiten an die Seite gegeben wurden. Wenn schon keine Kugelsessel oder Tänzerinnen dabei sein sollen, so hätte man die Lieder wenigstens verlängern oder abändern können. Wo bitte bleibt die Originalität? So hatte man lediglich einen aufgewärmten Auftritt aus den Mottoshows. Wenngleich aufgewärmtes auch nicht immer das schlechteste sein muss, Highlights sehen anders aus!


Der dritte Durchgang sollte nun den Direktvergleich der Kandidaten mit ein und demselben Titel, nämlich „Anything but love“ von Dieter Bohlen, bringen. Sarah machte den Auftakt, und um mal Nina Eichinger ihre Rolle in der Jury abspenstig zu machen, sie sah in Yvonne Catterfelds weißem Kleid hübsch, wie nie zuvor, aus. Die Kulisse war märchenhaft, der Traum jedes kleinen Mädchens, ein goldener Sessel, weiße schwingende Gardinen, Kronleuchter soweit das Auge reichte, alles in allem haufenweise schöner Kitsch - es fehlte nur noch ein kleiner Piepmatz, der Sarah während des Song auf den Finger hätte fliegen können. Der Song klang in Sarahs Version schön, etwas altmodisch und – nun ja - irgendwie bohlenmäßig. Dieter selbst war schwer gerührt, die Zuschauer, die es dick aufgetragen mögen, sicherlich auch.
Dann folgte Daniels Version von „Anything but love“, musikalisch anders arrangiert klang es etwas moderner als die Version von Sarah, was auch an den stark „Snow Patrol – Chasing Cars“- verdächtigen Zügen liegen könnte. Ganz in weiß, ohne Blumenstrauß, dafür mit Jedi-Kapuze, sang Daniel den Titel, als sei er ihm auf den Leib geschneidert. Schon im Recall hatte das Lied einen besonderen Klang durch seine Stimme, das Gefühl kam nun im Finale wieder durch. Mir persönlich gefiel diese Interpretation besser als Sarahs und auch Daniel Stimme fand ich passender für den Song.



DSDS - FINALE - Daniel Schuhmacher - Anything but … - MyVideo


Der folgende Auftritt der Top 10 mit „Time of my life“ war eine nette Abwechslung, ein wenig mehr Übung hätte einigen aber nicht geschadet. Ob Holger und Vanessa dann allerdings ihren Text oder die Töne gekannt und getroffen hätten, wage ich zu bezweifeln. Schön war es aber alle 10 noch einmal gemeinsam auf der Bühne zu sehen, nachdem wir nun wochenlang mit ihnen gezittert haben. Die hundertste Wiederholung der angeblich lustigsten Castingmomente hätte man dem gebeutelten DSDS-Zuschauer jedoch ersparen können. Das gemeinsame Duett von Daniel und Sarah, das zumindest als Bonustrack auf der Superstar CD erscheinen wird, wenn es nicht sogar selbst plötzlich im Plattenladen käuflich zu erwerben sein wird, bildete noch mal ein emotionales Highlight für alle nah am Wasser gebauten, der Rest konnte sich zumindest sicher sein, dass er diesen Titel bis auf weiteres nicht mehr aus seinen Ohren bekommt.


Daniel Schuhmacher ist nun also der Gewinner der diesjährigen Staffel Deutschland sucht den Superstar, einer Staffel die mit viel Soap und wenig Gesang die Schlagzeilen beherrschte und die dann schlussendlich doch ein Friede, Freude, Eierkuchen – Finale mit zwei sehr guten Stimmen bekam, wie es kein Drehbuch besser hätte schreiben könnte. Das beste Finale seit DSDS nannte es Marco Schreyl, nun, das war es bei weitem nicht. Textpatzer und vermasselte Auftritte gehören nicht in ein Finale, dennoch war es schön, unterhaltsam, versöhnlich für alle Holgers, die wir im Laufe der Staffel ertragen mussten undauch spannend. Das spannendste Finale war es trotz der engen Prozentzahlen meiner Ansicht nach trotzdem nicht, zumindest nicht allein, denn das Finale der Staffel drei zwischen Mike Leon Grosch und Tobias Regner, das ebenfalls nicht so eindeutig entschieden wurde, wie manch anderes, gleichzeitig aber eine extrem hohe Qualität Finalauftritte lieferte, empfand ich als ebenso spannend, eher noch spannender. Doch alldem zum Trotze gratuliere ich Daniel Schuhmacher, der ohne Frage eine sehr außergewöhnliche Stimme hat, und wünsche ihm alles Gute auf seinem nun folgenden Weg. Auch Sarah seien die besten Wünsche mit auf den Weg gegeben. Mögen sie in diesem bösen Musikgeschäft durchhalten und ihren Weg machen.


Wir dürfen uns nun erst mal erholen von dieser aufreibenden Staffel 6 von DSDS, doch ich bin sicher Staffel 7 ist nicht mehr fern. Danke an alle treuen Leser meiner Kolumne, danke für die lieben Kommentare, es war mir eine Freude hier zu schreiben.


Bis zum nächsten Mal,
Karla Kolumna





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DSDS: Einmal werden wir noch wach

08 05 2009


Nun ist es fast soweit. Nur noch einen Tag ist das große Finale von DSDS entfernt. Mit Sarah und Daniel stehen sich erstmals seit der allerersten Staffel wieder eine Frau und ein Mann gegenüber. Damals hatte Alexander Klaws vor Juliette Schoppmann das Rennen um den Superstartitel gemacht. Ob diesmal wieder der Mann die Nase vorn hat oder ob die Dame sich mit dem Superstartitel wird schmücken dürfen? Wir werden es bald erfahren. Wie in den letzten Jahren singen die Kandidaten neben ihrem jeweiligen Siegersong noch einen Lieblingstitel und ihren subjektiv besten Song aus den Mottoshows.

Wie es auch ausgeht, Dieter Bohlen kann sich so oder so die Hände reiben, denn der Siegertitel stammt aus seiner Feder. Erstmals seit der zweiten Staffel singen die Finalisten wieder das gleiche Lied, der Zuschauer kann also Äpfel mit Äpfeln vergleichen und sich entscheiden, von wem ihm das schon aus dem Recall bekannte „Anything but love“ besser gefällt. Schon damals beim Probesingen im Tonstudio haben laut Jury Daniel und Sarah den Titel am besten gesungen, wen wundert es also, dass nun einer von beiden mit der Single die Charts stürmen wird. Eine Nummer eins ist dem Sieger ohnehin sicher, erst Recht mit einem Titel, den jeder DSDS-Zuschauer schon im Ohr hat. Dass Dieter aber nun doch in direkte Konkurrenz mit sich selbst und seinem Lieblingschützling Mark Medlock tritt mag überraschen, im letzten Jahr wirkte Bohlen bei beiden Finalsongs nicht mit.

Neben „Anything but love” wird Sarah Kreuz als sogenannten Herzenssong “A natural woman” von Aretha Franklin singen. Schon im Recall beim Treffen mit Anastacia schmetterte die stimmstarke Sarah zusammen mit der sichtlich begeisterten Sängerin diesen Titel. Er ist bekanntermaßen nicht leicht und somit durchaus eine Herausforderung mit Finalwürdigkeit. Ich bin gespannt, wie sie diesen Auftritt stimmlich, aber auch sprachlich meistern wird. Außerdem ist es endlich mal keine Whitney Houston. Halt, zu früh gefreut, denn Sarahs Staffelhighlight wird Whitney Houstons „I will always love you” sein, eine für mich nicht ganz nachvollziehbare Wahl. Zum einen ist der Titel erst in der vorletzten Show gesungen worden, jeder hat es noch gut im Ohr und es könnte einen Hauch Langeweile beim Zuschauer erzeugen, wenn die Songwahl der letzten Shows wie folgt lautet: „I will always love you“ - „One moment in time“ - „I will always love you“. Und zweitens, wenn Sarah schon Whitney singen will, dann bitte nicht diesen Titel, denn von ihren drei (guten) Houston-Interpretationen war diese meine Meinung nach die „schwächste“. Sie hätte besser „I have nothing“ wählen oder besser noch ganz Whitney-frei „Listen von Beyoncé aus der Top 15 Show singen sollen. Das wären meine eher meine Wunschsongs für ihr Staffelhighlight gewesen.


DSDS Recall 2009 - Sarah Kreuz im Tonstudio - MyVideo

Daniel Schuhmacher wird neben „Anything but love“ als Herzenssong einmal mehr keinen Männertitel, sondern einen Song von Natasha Bedingfield singen. „Soulmate“, das von dem noch nicht gefundenen Seelenpartner handelt, ist ziemlich hoch, doch die höheren Tonlagen liegen dem Sänger ja durchaus, wie wir wissen. Ob nun originalgetreu Mr. Loveable oder doch eher die Mrs. besungen wird, sollte nebensächlich bleiben, insgesamt bin ich durchaus gespannt auf die Version von Daniel. Einen Vorteil hat die Wahl von Frauentiteln indes immer: es klingt nie wie das Original, sondern wirkt immer sehr eigeninterpretiert. Das Staffelhighlight von Daniel wird ohne große Überraschung „Ain’t no sunshine" von Bill Withers sein, der Song, bei dem die Jury ihre nicht ganz unumstrittenen Standing Ovations gab. Meiner Ansicht nach war es tatsächlich ein sehr guter Auftritt von Daniel, „Sweet Dreams“ von den Eurythmics wäre aber doch deutlich mein persönliches Staffelhighlight seiner Auftritte gewesen. Doch, das Leben ist kein Wunschkonzert und wenigstens Dieter Bohlen bekommt einmal mehr, was er will...


DsDs - Recall Daniel Schuhmacher Tonstudio - MyVideo

Zusätzlich zu den Auftritten der Finalisten werden auch die Top Ten der Staffel 6 noch einmal gemeinsam auf die Bühne treten und „Time of my life“ aus unser aller Lieblingsschmonzette „Dirty Dancing“zum Besten geben. Nun, ob es wirklich für alle die Zeit ihres Lebens war, bleibt wohl offen. Auch müssen wir abwarten, ob vielleicht Holger die schöne Hebefigur mit Vanessa nachspielt oder Marc irgendwann während der Marcos endloser Spannungserzeugungsversuche in der Entscheidungsshow „Mein Baby gehört zu mir“ in Richtung Sarah hineinruft. Wird Annemarie uns gar mit einem Mambo beglücken? Oder wird Dominik eine Wassermelone tragen? Fragen über Fragen, am Samstag wissen wir mehr. Eins dürfte jedoch feststehen, dieser gemeinsame Auftritt wird wohl kaum an das legendäre „My Way“- Duett von Thomas und Fady im letzten Jahr heranreichen. Dennoch ist es schön, die 10 „Besten“ noch einmal vereint sehen und hören zu dürfen. Freuen wir uns also gemeinsam auf ein hoffentlich spannendes Finale der turbulenten 6. Staffel von Deutschland sucht den Superstar!


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DSDS: Bye bye Benny

20 04 2009

„Sonne und Regen“ hieß es am Samstag bei der 6. Mottoshow und doch war es überwiegend bewölkt am DSDS-Himmel. Die Meinungsverschiedenheiten der Kandidaten untereinander wurden einmal mehr deren Gesangsdarbietungen übergeordnet, die Diskussion um Annemaries Art zu kämpfen zog sich wie ein roter Faden durch die ganze Sendung und jeder, der mehr Interesse an den Auftritten, als an den persönlichen Differenzen hat, wurde von dieser Show ein wenig enttäuscht. Höhepunkt der Stilisierung des „Kandidatenkriegs“ dürfte dann Dieters Verbalentgleisung gegenüber Annemarie Eilfeld gewesen sein, die allerdings clever zu kontern wusste. Doch wie jede Woche wollen wir uns von alldem nicht den Spaß an den musikalischen Aspekten von DSDS nehmen lassen und erfreuen uns an den wenigen Sonnenmomenten der letzten Show.

Daniel Schuhmacher war ohne Frage der Glanzpunkt am Samstag. Erst sang er „Here comes the rain again“ von den Eurythmics, entgegen Dieter Auffassung allerdings sehr originalgetreu – zeitweise hätte man mit geschlossenen Augen meinen können, Annie Lennox stehe selbst auf der Bühne – sehr sehr gut und zeigte damit, was er kann. Das vor einigen Wochen vorgetragene „Sweet dreams“ gefiel mir zwar noch besser, doch auch diese Leistung war durchaus beeindruckend. Als zweites folgte das von Herrn Bohlen selbst ausgewählte „Ain’t no sunshine“, das der junge Pfullendorfer wirklich überzeugend und mit herausstechender, leicht „dreckiger“ Stimme sang und das die Jury sogleich mit Standing Ovations belohnte. Warum Nina Eichinger jedoch aufstand, wenngleich sie doch Daniels ersten Titel besser fand, kann wohl nur mit Großpapa Bohlens mächtigem Einfluß erklärt werden. Jedenfalls hat der am Sonntag 22 Jahre alt gewordene Schuhmacher endlich zu seiner alten Form zurück gefunden und dominierte diese 6. Mottoshow mit seinen Auftritten. Hoffentlich kann er das Niveau endlich konstant halten.

Die medienpräsente Annemarie legte am Samstag zwei sehr unterschiedliche Auftritte hin, einmal sang sie „Bailando“ von Loona und versprühte dabei Urlaubsgefühl. Man konnte fast meinen man sei im Cluburlaub auf Ibiza. Auch wenn der Titel nicht wirklich schwierig war, fand ich den Auftritt ganz ordentlich. Im Gegensatz zu Dieter fand ich das Lied sehr passend für Annemarie, ihre Stimme harmonierte sehr gut mit diesem seichten Song, auch wenn dieser Song generell bei DSDS nicht unbedingt zur Regel werden sollte. Für den zweiten Auftritt hatte sich Anmie einiges vorgenommen, denn sie sang „Purple rain“ von Prince. Vorneweg, ich finde Annemarie hat sich bis jetzt in den Mottoshows durchaus gesteigert, ihr Gesang ist sicherer geworden und sie singt nicht mehr annähernd so schief, wie beispielsweise „Baby, one more time“ oder „99 Luftballons“. So war es auch bei „Purple rain“, man kann ihr nicht vorwerfen sie habe unsauber gesungen, sie hat kaum Töne versemmelt, aber: der Auftritt war für mich dennoch eine Qual, denn die Kleinmädchenstimme von Eilfeld wollte so überhaupt nicht zu diesem Meisterwerk passen, und bei ihren Bemühungen die Töne gut zu treffen, blieb jegliche Emotion auf der Strecke. Mir stellten sich die Nackenhaare auf, das war wirklich nicht schön. Ich möchte ihr raten nur noch Lieder zu singen, die mit ihrer Stimme harmonieren und zu ihr passen. Das war einfach mehrere Nummern zu groß für die junge Dessauerin.

Dominik Büchele hatte bei der 6. Mottoshow wahrlich nicht seinen besten Tag. Er begann mit dem sommerlichen „Upside down“ von Jack Johnson, bei dem der alternde Dieter vergeblich den Regen suchte, und sang sehr durchschnittlich und begleitet von einem leicht watscheligen Gang über die Bühne. Warum nur hat er nicht seine Gitarre mit auf die Bühne genommen. Sie hätte den etwas unbeholfenen Auftritt meiner Ansicht nach sehr steigern können. So tat sich Dominik selbst keinen Gefallen und musste sich von Dieter anhören, dass man den Song kaum schlechter singen könne, was allerdings schon gewohnheitsmäßig völlig überzogen war. Der zweite Song „Why does it always rain on me“ von Travis gelang Büchele dann schon viel besser, gesanglich reichte er dennoch nicht an „wire to wire“ von letzter Woche heran. Die Selbstironie jedoch, mit der er das Lied vortrug und zusätzlich mit einem gelungenen Hintergrundclip untermalt hatte, fand ich großartig und sehr amüsant. Unterm Strich muss ich aber einmal einem Jurymitglied, nämlich Volker Neumüller, zustimmen. Dominik hat gesanglich eher einen Schritt zurück gemacht, er sollte sich für die nächste Woche eine Herausforderung suchen, mit der er dann sein Potential besser ausschöpfen und wieder richtig überzeugen kann.

Sarah Kreuz begann mit „It’s raining men“, vergurkte den tiefen Anfang, sang dann aber kraftvoll, überzeugend und endlich mit ein wenig mehr Ausdruck in Stimme und Gesicht. Die „schnelle“ Sarah gefiel mir um Längen besser, als die „langsame“, die mit dem zweiten Titel „You are the sunshine of my life“ von Stevie Wonder zwar auch ganz gut sang, aber etwas – ja, ich nehme das Wort jetzt auch einmal in den Mund - langweilig wirkte. Die Jury sah das zwar genau andersrum, aber die hat die junge Sängerin auch sowieso schon in eine Schublade gesteckt, aus der sie nicht mehr heraustreten darf. Die Kraft und Stärke, die Sarah beim ersten Song versprühte, würde ich mir öfters von ihr wünschen, das passt sehr gut zu ihr. Noch mehr wünsche ich mir allerdings endlich vernünftigen Englischunterricht für Sarah. Ich ertappe mich dabei, wie ich bei ihren Auftritten Angst bekomme, dass sie wieder den Text vergessen könnte oder wie mir Textzeilen, die sie vermischt oder gänzlich falsch ausgesprochen hat, im Ohr hängen bleiben. Daran muss sie arbeiten, da führt kein Weg dran vorbei. Hoffentlich hat die Tatsache, dass sie neben Benny bis zuletzt zittern musste, Sarah etwas aufgerüttelt.

Bleibt noch Benny Kieckhäben von dem wir uns in der 6. Mottoshow leider verabschieden mussten. Gesanglich war Benny tatsächlich der Schwächste am Samstag, sein „Walking on sunshine“ brachte das Coloneum zwar trotz versemmelter Töne zum Mittanzen, der Auftritt gehörte aber eindeutig nicht zu Bennys stärksten. Das zweite Lied „When the rain begins to fall“ gefiel mir wesentlich besser. Zwar waren auch hier einige schiefe Töne, aber Benny wirkte so schwungvoll und positiv, dass man ihm diese gern verzieh. Mir persönlich wird der sympathische Wormser fehlen, trotz gesanglicher Defizite hat er es häufig geschafft, seine Auftritte mitreißend zu gestalten und mit Freude zu füllen. An dieser Stelle alles Gute für Benny!

Fazit der Mottoshow ist für mich, dass die wolkige Stimmung bei DSDS hinter den Kulissen den Auftritten der Kandidaten anscheinend nicht unbedingt gut tut. Bezeichnend in der Show war die Einladung von Razorlight an Dominik Büchele bezüglich seines Auftritts mit ihrem Song. Wenn der junge Sänger so viele Töne versemmelt hätte, wie Dieter meinte, dann hätte die Band damit wohl kaum in Verbindung gebracht werden wollen. Das muss schon hart sein, Herr Bohlen! Positiv war für mich deshalb - neben dem überwundenen Formtief von Daniel Schuhmacher - dass die Jury, mal abgesehen von Dieters Kraftausdrücken, etwas weniger oft mit ihrer Beurteilung daneben lag, als in den vergangenen Wochen. Allerdings spricht es nun wirklich nicht für diese Staffel und schon gar nicht für die „kompetenten“ Juroren, wenn man sich über so etwas schon freuen kann. Dieter möchte ich einen Satz von Dominik Büchele aus der Show an die Hand geben, der ihn hoffentlich zu ein paar guten Manieren zurückführen kann: “Wir sind halt alle fast noch Kinder.“ Das sollte Herr Bohlen nicht vergessen. Ich bin gespannt, ob es gelingt den Fokus bei der 7. Mottoshow wieder mehr auf das Geschehen auf der Bühne zu richten. Wir werden sehen, ob dieser Wunsch jedes mehr musik-als soapinteressierten DSDS-Zuschauers in Erfüllung gehen darf.

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DSDS: Sexy, sexy, sexy!

03 04 2009

Der mottoshowlose Samstag ist überstanden, nun dürfen wir uns endlich wieder auf eine neue Show freuen. „Sexy Hits“ sind diese Woche die Aufgabe, dieses Motto reiht sich nahtlos in die anderen sinnfreien „alles oder nichts“ - Themen der letzten Wochen ein. Was genau ist ein sexy Hit? Ein Song mit erotischem Inhalt? Einer, der gerne in gewissen Etablissements gespielt wird? Oder vielleicht die persönliche Plattensammlung von Volker Neumüller?

Wenn es Songs sein sollen, zu denen man gern die Hüften kreisen und die Klamotten fallen lässt dann passt das Motto zu keinem Kandidaten besser als zu Annemarie. Mit „Lady Marmelade“ hat sich die blonde Dessauerin auch gleich den richtigen Song ausgewählt, um ihrem Image der vermeintlich sexy Schlange gerecht zu werden. Ich erwarte ein zumindest gleichwertiges Outfit zu den Damen Aguilera, Lil’ Kim, Pink und Mya; das wäre auch praktisch, denn so kann Anmie die Bühne gleich in Unterwäsche betreten und muss sich die Klamotten nicht erst mühsam vom Leib reißen. Eine Stimme, die auch nur einer der 4 Damen gerecht wird, erwarte ich dagegen nicht, das Lied ist ziemlich anspruchsvoll und scheint definitiv eine Nummer zu groß. Trotzdem dürfte Anmie große Chancen haben die nächste Runde zu erreichen, in unserer Umfrage schaffte sie es immer hin auf Platz drei der Kandidaten, die ihr auf dem Superstarthron seht. Die „Anti-Lobby“ wie Volker Neumüller es bezeichnete, scheint sich auch langsam umzukehren, nicht zuletzt wegen beleidigenden Äußerungen von Sarah Kreuz. Plötzlich erhält Annemarie ein Stück vom Mitleidskuchen und kann ihre Position in der Show festigen. Respekt, Fräulein Eilfeld, ihre Taktik scheint sich auszuzahlen.

Sarah steht in unserer Umfrage knapp hinter Annemarie, sie hat in der letzten Woche viele Sympathien verspielt durch gedankenlose Äußerungen vor laufender Kamera. Da sollte sie noch ein wenig bedachter werden, denn bis zum Finale ist es noch ein weiter Weg und rückt somit für Fräulein Kreuz in schier unerreichbare Ferne. Doch ihre Stimme spricht für sie, am Samstag hören wir von ihr „The trouble with love is“ von Kelly Clarkson. Nun, was genau an diesem Lied sexy ist, habe ich auch nach längerem Grübeln nicht herausfinden können. Aber, wer weiß? Vielleicht wird es ja die Präsentation des Songs, denn Sarah stand in der letzten Woche Laufstegcoach und Ex-„Topmodel“-Trainer Bruce Darnell, der „Experte“ für „sexy sexy sexy“-ness, zur Seite; was könnte da noch schief gehen? ;-)

Ein Lied von den Pussycat Dolls passt augenscheinlich sehr gut zum Motto, doch wird ihr Liedchen Don’t cha“ keine der Damen zum Besten geben, sondern Deutschlands buntester Lieblingsfriseur Benny. Neben einer kleinen Textänderung dürfen wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach auf eine schrille Performance mit kreisenden Hüften gefasst machen, die Dieter erneut zu fragwürdigen Äußerungen anregen wird. Das passende Outfit für den Auftritt trug der Wormser ja schon vergangene Woche bei seinem Fotoshooting. ;-) Das Eis könnte für Benny jedoch sehr dünn werden, in unserer Umfrage liegt er auf dem vorletzten Platz und auch der Ausreißer nach oben - gerade in der Jurybewertung - in der letzten Show wird für ihn sicher schwierig zu wiederholen.

Starke Nerven werden uns auch diese Woche wieder von Holger abverlangt. Gerüchteweise hieß es, er werde am Samstag Joe Cockers Anleitung zum Strippen „You can leave your hat on“ aus die Bühne bringen. Ich hatte mich also schon auf reichlich strapazierte Lachmuskeln eingestellt, immerhin – der Song hätte zum Motto gepasst. Doch nun will sich Herr Göpfert an „Still got the blues“ von Gary Moore versuchen, statt Bauchmuskelkater werde ich mich also mit Magenschmerzen und Ohrensausen quälen müssen, denn wie dieses schöne Lied von Holger verhunzt wird, mag ich mir in seiner ganzen Schrecklichkeit noch gar nicht vorstellen. Der Umfrage nach müsste Holger am Samstag gehen, allerdings wird der Dieter sein „Projekt Holger“ wohl noch nicht aufgeben wollen und ihm – aller Talentfreiheit zum Trotz – eine „hammermäßige“ Beurteilung geben.

Sehr gespannt bin ich auf den Auftritt von Vanessa. Das erste Mal wird sie in den Live-Shows Englisch singen und zwar „Yes, Sir, I can Boogie“ von Baccara. Stimmlich muss sie sich erheblich steigern, was letzte Woche sogar der Dieter endlich bemerkte. Den Song an sich finde ich - obwohl kein Schlager - sehr passend für die sonstige Schlagerprinzessin, denn da kann sie flirten und tanzen und gute Laune verbreiten, all das, was ihre Anrufer und auch Dieter an ihr lieben. Der Umfrage zufolge steht Vanessa nur auf dem drittletzten Platz, wenn sie also nicht bald ihre gesanglichen Qualitäten etwas aufstockt, anstatt sich auf ihre Diät zu konzentrieren, dann wird es sehr bald eng für sie und sie muss DSDS verlassen, wenn auch ein paar Kilo leichter.

Daniel hat sich anscheinend sehr genau am Motto der Show orientiert und wird „Sexual Healing“ von Marvin Gaye singen. Leider muss ich wieder einmal gähnen, bei dieser Songwahl, denn das Lied plätschert so dahin und enthält keine Höhepunkte und ich empfinde es schlicht als langweilig. Leider droht Daniels Auftritt dadurch auch etwas farblos zu werden, denn seine Stimme glänzt am meisten bei starken Songs und die Performance ist nun mal nicht sein Schwerpunkt. Wenn Daniel jedoch plötzlich anderen Kandidaten nacheifern und sich, wie Sarah Connor, die diesen Song ja auch schon sang, auf der Bühne räkeln würde, dann wäre damit auch keinem gedient. Der Fokus auf der Stimme ist also sehr zu loben und die verkorkste Songwahl sei ihm, nach dem grandiosen Auftritt der letzten Show, schon mal verziehen. Sorgen machen muss sich Daniel sowieso keine, unsere Umfrage sieht ihn ganz klar im Finale. Nächstes Mal möchte ich aber bitte wieder einen stärkeren Song!

Bleibt noch Dominik, der diese Woche einen großen Bogen um Balladen machen sollte. Gelungen ist ihm das leider nicht ganz. Auch bei ihm gab es Gerüchte um die Songwahl. Lange Zeit schien der erwählte Titel „Smooth“ von Rob Thomas und Carlos Santana zu sein. Ich freute mich, denn der Song ist kraftvoll, schneller und schien perfekt, um das bubihafte Image auf einen Schlag abschütteln und endlich die ganze Bandbreite der Stimme zeigen zu können. Nun fiel die Entscheidung aber auf „Sunday morning“ von Maroon 5. Dieser Song ist zwar keine gar so grässliche Schnulze, wie „Reality“,aber schnell und anders genug, um aus der Schublade herauszukommen, scheint er auch nicht recht. Den Mut zum Risiko, den Dieter letzte Show einforderte, kann Dominik mit dieser Wahl noch nicht zufriedenstellend beweisen. Möglichkeiten dies zu ändern werden aber sicherlich noch folgen, denn in unserer Umfrage liegt der junge Sänger unangefochten an der Spitze. Ich warte geduldig weiter auf den Glücksgriff bei der Songauswahl.

Es erwartet uns also wieder eine bunt gemischte Show, deren Motto zumindest Volker Neumüller sehr glücklich machen wird. Ob wir auch zufrieden sein werden und wer DSDS den Rücken kehren muss erfahren wir am kommenden Samstag! Ich bin jedenfalls schon wieder sehr gespannt! :)

Die offizielle Trackliste wieder als Video:




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DSDS: Überraschungsparty bei Mottoshow 3

23 03 2009
Die ein oder andere Überraschung erwartete den Zuschauer gestern bei der 3. Mottoshow von DSDS: Marc musste gehen, Annemarie durfte bleiben, Benny erntete Lob, Dominik nicht, Bruce Darnell tauchte auf, Jürgen Drews leider auch und doch blieb vieles so, wie schon zuvor - beispielsweise das Niveau der Show, denn auch diese Mottoshow war wieder kein Glanzpunkt der DSDS-Geschichte.

Als Erste trat Sarah auf und sang überzeugend den schnellen Titel „I will survive“ von Gloria Gaynor. Sogar ein paar Tanzversuche schien sie auf der Bühne zu unternehmen, jedoch hatte das Stolzieren von einer Seite zur anderen eher etwas von einem Storch, denn von rhythmischen Bewegungen. Aber solange Sarah nicht hemmungslos hampelnd die Bühne stürmt, wie Kollege Göpfert es uns jede Woche zumutet, sei ihr diese Schwäche verziehen. Außerdem sorgte Dieter auch dieses Mal dafür, dass es die nächsten zwei Wochen - auch ohne Mottoshow - nicht langweilig wird, denn er beauftragte Laufstegveteran und Jurykollegen vom „Supertalent“ Bruce Darnell, der fremdsprachenschwachen Sarah Kreuz eine annehmbare englische Aussprache und den Wow-Effekt auf der Bühne beizubringen. Wie man unsere Freunde von RTL kennt, wird dieser Unterricht ebenso mit einer Kamera von Anfang bis Ende begleitet, wie es schon bei Holgers Badestunde der Fall war.



Doch für Schlagzeilen auch unter der Woche ist voraussichtlich eh gesorgt, denn Deutschlands Lieblingszicke, heute in einer dieser Schlagzeilen als „Trashmarie“ betitelt, ist noch im Rennen und darf – zum Missfallen einiger Mitkandidaten – in der nächsten Mottoshow wieder ihr Gift verspritzen. Doch alle Versuche seitens RTL in Kollaboration mit der Jury DSDS in eine Soap zu verwandeln, halte ich so gut es geht daran fest, dass diese Show in erster Linie ein Gesangswettbewerb sein sollte. Daher zurück zu Annemarie und ihrer Version von „99 Luftballons“. Ich wurde unweigerlich an gemeinsame Singstar-Abende mit Freunden erinnert, bei denen dieser Song lautstark von den Einzelnen geträllert wurde und auch nicht schlechter klang, als das, was Annemarie gestern sang. Ihre Leistung der letzen Woche schien in weiter Ferne, zurecht favorisierte die Jury sie für den Rausschmiß, sie war eine der Schlechtesten gestern.

Bleiben darf auch Benny, der schon zu Recallzeiten immer bis zuletzt zittern musste, ob er weitermachen darf oder nicht und der bislang die herbste Kritik von Dieter einstecken musste. Ganz anders gestern, denn die Jury fand diesmal nur gute Worte für den extravaganten Kandidaten, der sich zuvor mit Fotos ins Gerede brachte, die ohne weiteres Fremdschämfaktor 10 erfüllen dürften. Doch gesungen hat er gestern wirklich nicht schlecht, allerdings waren auch die vorherigen Auftritte von Benny nie so schlecht, wie der Dieter uns glauben machen wollte. Sinneswandel also beim Jury-Dreiergespann, mal sehen, ob selbiger bis zur nächsten Show andauert.

Schlagermaus Vanessa trällerte ihr Liedchen, nachdem sie in der letzten Woche genötigt wurde einen Tag mit dem selbsternannten König von Mallorca Jürgen Drews zu verbringen. Ob dieser ihr dermaßen auf die Nerven gegangen war – wofür ich im Übrigen großes Verständnis hätte – dass sie bei ihrem Schlager trotz kleiner Tanzeinlage mit so etwas ähnlichem, wie einem Cowboy, nicht glänzen konnte und allenfalls gesangliche Defizite aufgedeckt wurden? Durchaus möglich. Jedenfalls hatte sogar Dieter ein bisschen Kritik für seine Lieblingskandidatin – das will schon was heißen.

Anders leider, wie jede Woche, bei dem Urübel dieser Staffel, dem „Entertainer“ Holger Göpfert. In weiser Voraussicht krallte ich mich schon zu Beginn des Auftritts in die Lehne meines Sessels, um auf das, was da kommt vorbereitet zu sein. Doch vorbereitet ist man nie genug. Die ersten Töne waren grausam, der Rest des Liedes auch; dennoch übertraf der dieswöchige Auftritt von Holger, dem Schrecklichen, den letztwöchigen, denn immerhin brüllte er den Text richtig. Das reichte anscheinend aus, um die Jury in Jubel verfallen zu lassen und tragischerweise auch zahlreiche Zuschauer, die fleißig zum Telefon griffen. Aber diesbezüglich ist man ja schon Kummer gewohnt.

Die Befürchtungen, dass Dominik Büchele sich mit seinem Song keinen Gefallen getan hat, bestätigte sich leider, als Dieter ihm nach seinem Auftritt beginnende Langeweile attestierte. Schmerzlicherweise muss auch ich zugeben, dass der Auftritt des jungen Sängers alles andere als glanzvoll war. Die Stimme klang ungewohnt dünn, der Auftritt hatte keine Ähnlichkeit mehr mit vergangenen leidenschaftlichen Gesangsvorträgen und auch das Image des schüchternen Mädchenschwarms, das RTL für den 18-jährigen Büchele konzipiert hat, hinterlässt merklich seine Spuren bei dessen Performance. Es bleibt zu hoffen, dass Bohlens Aufforderung Risiken einzugehen für Dominik als Legitimation für die Wahl schnellerer Songs dienen darf und er auf diese Weise die Möglichkeit bekommt sein künstlerisches Profil wieder herzustellen. Falls das nicht der Fall sein sollte, dann wirft RTL hier Perlen vor die Säue und vergeudet das Talent eines vielversprechenden jungen Sängers.



Mit Abstand der Beste des Abends war Daniel Schuhmacher, der mit neuer Frisur und sehr guter Stylingberatung auch ein wenig an Profil dazugewinnen konnte. Sein Auftritt mit „Sweet dreams“ überzeugte von Anfang an, besonders hervorzuheben sind jedoch die hohen Töne, die das Zeug zum Markenzeichen haben. Wenn Daniel sich weiterhin auf seine Stimme konzentriert und sich von Streitigkeiten und Zickereien anderer Kandidaten fernhält, dann dürfte das Finale in erreichbarer Nähe sein.

Letzte Woche forderte ich an dieser Stelle statt eines Fazits die sofortige Verbannung des Geschlechtertausch-Mottos aus den DSDS-Shows. Diese Woche würde ich am liebsten eine Gehirnwäsche für die Jury einfordern, wahlweise dürfte aber auch gerne Nina Eichinger als Jurorin sofort gefeuert und durch eine neue Dame ersetzt werden. Derart unqualifizierte Aussagen, die von „total toll“ bis „super“ und „unglaublich“ reichen und garantiert in die Feststellung „du siehst super aus“ münden, sollten für den Mittelplatz in der Jury nicht ausreichen! Und falls eine adäquate Nachfolgerin nicht zu finden ist, ich stelle mich gern zur Verfügung! ;-)

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DSDS: 3. Mottoshow - get the party started!

18 03 2009
Kommenden Samstag darf im Coloneum gefeiert werden, denn in der 3. Mottoshow müssen die 8 verbliebenen Kandidaten „Partyhits“ zum Besten geben. Das schon bewährte Motto vorangegangener Staffeln verspricht viel Show und Bewegung und richtet den Fokus deutlich mehr auf die Performance, als auf den Gesang, was bekanntermaßen einigen der letzten 8 zu Gute kommen könnte.

Von so manchem sind wir ja bereits (zu) viel Bewegung auf der Bühne gewohnt, zu befürchten ist allerdings, dass wir diesmal einen noch hampelnderen, noch unkontrollierter zappelnden und dies auch noch als Tanz bezeichnenden Holger Göpfert werden erleben müssen, denn der Queen-Fan wird die Hymne aller Hymnen „We are the champions“ singen. Ob er bei seiner Darbietung den durchschnittlichen 5 Liter Bier intus habenden Stadionbesucher gesanglich übertreffen wird, bleibt abzuwarten - darf aber gern bezweifelt werden.

An seine Performance von letzter Woche wird Marc Jentzen bei seiner Version des Partyklassikers „Celebration“ von Kool & The Gang anknüpfen wollen, möglicherweise darf diesmal ja sein Papi auf die Mottoshowbühne kommen, um mit dem Sohnemann das Tanzbein zu schwingen. Jedenfalls bleibt zu hoffen, dass der von Dieter nur noch als Trostpreis statt als Jackpot deklarierte Marc nicht auch den Gesang der letzen Woche wiederholen wird.

Deutschlands momentane Lieblingszicke Annemarie Eilfeld wagt sich diesen Samstag an einen deutschen Titel und singt Nenas „99 Luftballons“, ob sie dabei mal wieder ein paar Kleidungsstücke ablegt ist jedoch noch nicht bekannt. Mehr Spannung, als Anmies Erfolgsaussichten den Song gut zu singen, wird ohnehin die Frage erzeugen, welcher der Kandidaten diesmal in dem Einspieler vor dem Auftritt besondere Aufmerksamkeit vom DSDS- Zickenmariechen zuteil wird.

Benny Kieckhäben hält sich an vorangegangene Juryempfehlungen und singt keinen ursprünglich von einer Frau gesungenen Song, sondern den 90er Jahre Euro-Dance Hit „What is love“. Jedoch wird die Jury – unabhängig davon wie inbrünstig Benny dem Titelsänger Haddaway nachzueifern versuchen wird und wie quitschbunt seine Klamottenwahl auch ausfallen mag – wohl keine Gnade walten lassen und ein weiteres Mal für die Heimkehr des Ex-Friseur-Azubis nach Worms oder auch einen Direktumzug in das Dschungelcamp plädieren.

Auf ein Neues wird Vanessa Neigert am Samstag einen Schlager trällern, diese Woche fiel ihre Wahl auf Gittes „Ich will ‚nen Cowboy als Mann“. Die Zuschauer - und insbesondere auch Dieter Bohlen – können sich damit erneut auf kokette Gesten, Profiflirterei und 60er Jahre Dress einstellen, ob die 16-jährige gesanglich überzeugen kann, bleibt jedoch abzuwarten.
Die Auftritte der drei besten Sänger - Sarah, Daniel und Dominik - erzeugen wieder einmal am meisten Spannung, wenn auch alle auf unterschiedliche Weise. Keiner der drei hat bisher besonders temporeiche Songs gesungen, sie überzeugten bislang mit den ruhigeren Tönen. Sarahs Uptempo-Premiere wird am Samstag ein bereits in vorangegangenen Staffeln beliebtes Partlied bilden: „I will survive“ von Gloria Gaynor. Ob die 19-jährige es schaffen wird erst relativ viel englischen Text zu lernen und sich dann noch locker auf der Bühne zu bewegen? Wird sie gar tanzen und Frohsinn ausstrahlen? Wenn ihr das alles gelingen sollte, könnte Sarah einen großen Schritt nach vorne gehen und beweisen, dass sie nicht nur große Balladen mit ernster Miene schmettern, sondern auch das fröhlichere Genre angemessen bedienen kann.

Gefallen am Motto der letzten Woche scheint Juryfavorit Daniel gefunden zu haben, denn er singt erneut einen Frauentitel – diesmal „Sweet Dreams“ von den Eurythmics. Diese Wahl scheint sehr gelungen, denn der Song passt zur hohen Stimme Schuhmachers, ist etwas flotter, als seine bisher gewählten Titel und dennoch langsam genug, um dem jungen Sänger keine ihn vermutlich überfordernden und zudem für ihn unpassenden Showeinlagen abzuverlangen - damit könnte ihm der beste Auftritt des Abends gelingen.

Zu meiner persönlichen Enttäuschung wird Dominik Büchele keinen Uptempo-Song singen, stattdessen gibt er die Ballade „Reality“ von Richard Sanderson zum Besten. Betagtere DSDS-Zuschauer werden sich vermutlich an ihre Jugend erinnert fühlen und vor lauter Gedanken an längst vergangene Feten-Knutschereien den Auftritt Bücheles ohnehin nicht näher bewerten können. Aber ob die Jury Gefallen an einer Schmusenummer während einer Partyhits-Mottoshow findet, wenngleich sie auch auf zahlreichen Knutschparties gespielt worden sein mag, scheint fragwürdig. Unbestritten wird Dominik diesen Song gesanglich problemlos meistern und einen guten Auftritt machen, dennoch ist es schade nicht auch einmal eine andere musikalische Seite des jungen Talents hören zu dürfen. Zudem bleibt zu hoffen, dass Dieter Bohlen selbst in weit zurückliegenden Teenagererinnerungen schwelgen wird und dem sympathischen Sänger daraufhin sogleich seine Songwahl verzeihen kann.

Was die Show ansonsten an Eklats bereithält, welche Farbe Dieters Anzug diesmal haben wird, ob Holger das „Schwimmpferdchen-Abzeichen“ sein Eigen nennen kann und wer diesen Samstag das letzte Mal in einer Mottoshow auftreten wird - das alles sind spannende Fragen, auf die wir leider erst am kommenden Samstag eine Antwort haben.


Die komplette Trackliste der 3. Mottoshow zum anhören:




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