DSDS: Sexy, sexy, sexy!

03 04 2009

Der mottoshowlose Samstag ist überstanden, nun dürfen wir uns endlich wieder auf eine neue Show freuen. „Sexy Hits“ sind diese Woche die Aufgabe, dieses Motto reiht sich nahtlos in die anderen sinnfreien „alles oder nichts“ - Themen der letzten Wochen ein. Was genau ist ein sexy Hit? Ein Song mit erotischem Inhalt? Einer, der gerne in gewissen Etablissements gespielt wird? Oder vielleicht die persönliche Plattensammlung von Volker Neumüller?

Wenn es Songs sein sollen, zu denen man gern die Hüften kreisen und die Klamotten fallen lässt dann passt das Motto zu keinem Kandidaten besser als zu Annemarie. Mit „Lady Marmelade“ hat sich die blonde Dessauerin auch gleich den richtigen Song ausgewählt, um ihrem Image der vermeintlich sexy Schlange gerecht zu werden. Ich erwarte ein zumindest gleichwertiges Outfit zu den Damen Aguilera, Lil’ Kim, Pink und Mya; das wäre auch praktisch, denn so kann Anmie die Bühne gleich in Unterwäsche betreten und muss sich die Klamotten nicht erst mühsam vom Leib reißen. Eine Stimme, die auch nur einer der 4 Damen gerecht wird, erwarte ich dagegen nicht, das Lied ist ziemlich anspruchsvoll und scheint definitiv eine Nummer zu groß. Trotzdem dürfte Anmie große Chancen haben die nächste Runde zu erreichen, in unserer Umfrage schaffte sie es immer hin auf Platz drei der Kandidaten, die ihr auf dem Superstarthron seht. Die „Anti-Lobby“ wie Volker Neumüller es bezeichnete, scheint sich auch langsam umzukehren, nicht zuletzt wegen beleidigenden Äußerungen von Sarah Kreuz. Plötzlich erhält Annemarie ein Stück vom Mitleidskuchen und kann ihre Position in der Show festigen. Respekt, Fräulein Eilfeld, ihre Taktik scheint sich auszuzahlen.

Sarah steht in unserer Umfrage knapp hinter Annemarie, sie hat in der letzten Woche viele Sympathien verspielt durch gedankenlose Äußerungen vor laufender Kamera. Da sollte sie noch ein wenig bedachter werden, denn bis zum Finale ist es noch ein weiter Weg und rückt somit für Fräulein Kreuz in schier unerreichbare Ferne. Doch ihre Stimme spricht für sie, am Samstag hören wir von ihr „The trouble with love is“ von Kelly Clarkson. Nun, was genau an diesem Lied sexy ist, habe ich auch nach längerem Grübeln nicht herausfinden können. Aber, wer weiß? Vielleicht wird es ja die Präsentation des Songs, denn Sarah stand in der letzten Woche Laufstegcoach und Ex-„Topmodel“-Trainer Bruce Darnell, der „Experte“ für „sexy sexy sexy“-ness, zur Seite; was könnte da noch schief gehen? ;-)

Ein Lied von den Pussycat Dolls passt augenscheinlich sehr gut zum Motto, doch wird ihr Liedchen Don’t cha“ keine der Damen zum Besten geben, sondern Deutschlands buntester Lieblingsfriseur Benny. Neben einer kleinen Textänderung dürfen wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach auf eine schrille Performance mit kreisenden Hüften gefasst machen, die Dieter erneut zu fragwürdigen Äußerungen anregen wird. Das passende Outfit für den Auftritt trug der Wormser ja schon vergangene Woche bei seinem Fotoshooting. ;-) Das Eis könnte für Benny jedoch sehr dünn werden, in unserer Umfrage liegt er auf dem vorletzten Platz und auch der Ausreißer nach oben - gerade in der Jurybewertung - in der letzten Show wird für ihn sicher schwierig zu wiederholen.

Starke Nerven werden uns auch diese Woche wieder von Holger abverlangt. Gerüchteweise hieß es, er werde am Samstag Joe Cockers Anleitung zum Strippen „You can leave your hat on“ aus die Bühne bringen. Ich hatte mich also schon auf reichlich strapazierte Lachmuskeln eingestellt, immerhin – der Song hätte zum Motto gepasst. Doch nun will sich Herr Göpfert an „Still got the blues“ von Gary Moore versuchen, statt Bauchmuskelkater werde ich mich also mit Magenschmerzen und Ohrensausen quälen müssen, denn wie dieses schöne Lied von Holger verhunzt wird, mag ich mir in seiner ganzen Schrecklichkeit noch gar nicht vorstellen. Der Umfrage nach müsste Holger am Samstag gehen, allerdings wird der Dieter sein „Projekt Holger“ wohl noch nicht aufgeben wollen und ihm – aller Talentfreiheit zum Trotz – eine „hammermäßige“ Beurteilung geben.

Sehr gespannt bin ich auf den Auftritt von Vanessa. Das erste Mal wird sie in den Live-Shows Englisch singen und zwar „Yes, Sir, I can Boogie“ von Baccara. Stimmlich muss sie sich erheblich steigern, was letzte Woche sogar der Dieter endlich bemerkte. Den Song an sich finde ich - obwohl kein Schlager - sehr passend für die sonstige Schlagerprinzessin, denn da kann sie flirten und tanzen und gute Laune verbreiten, all das, was ihre Anrufer und auch Dieter an ihr lieben. Der Umfrage zufolge steht Vanessa nur auf dem drittletzten Platz, wenn sie also nicht bald ihre gesanglichen Qualitäten etwas aufstockt, anstatt sich auf ihre Diät zu konzentrieren, dann wird es sehr bald eng für sie und sie muss DSDS verlassen, wenn auch ein paar Kilo leichter.

Daniel hat sich anscheinend sehr genau am Motto der Show orientiert und wird „Sexual Healing“ von Marvin Gaye singen. Leider muss ich wieder einmal gähnen, bei dieser Songwahl, denn das Lied plätschert so dahin und enthält keine Höhepunkte und ich empfinde es schlicht als langweilig. Leider droht Daniels Auftritt dadurch auch etwas farblos zu werden, denn seine Stimme glänzt am meisten bei starken Songs und die Performance ist nun mal nicht sein Schwerpunkt. Wenn Daniel jedoch plötzlich anderen Kandidaten nacheifern und sich, wie Sarah Connor, die diesen Song ja auch schon sang, auf der Bühne räkeln würde, dann wäre damit auch keinem gedient. Der Fokus auf der Stimme ist also sehr zu loben und die verkorkste Songwahl sei ihm, nach dem grandiosen Auftritt der letzten Show, schon mal verziehen. Sorgen machen muss sich Daniel sowieso keine, unsere Umfrage sieht ihn ganz klar im Finale. Nächstes Mal möchte ich aber bitte wieder einen stärkeren Song!

Bleibt noch Dominik, der diese Woche einen großen Bogen um Balladen machen sollte. Gelungen ist ihm das leider nicht ganz. Auch bei ihm gab es Gerüchte um die Songwahl. Lange Zeit schien der erwählte Titel „Smooth“ von Rob Thomas und Carlos Santana zu sein. Ich freute mich, denn der Song ist kraftvoll, schneller und schien perfekt, um das bubihafte Image auf einen Schlag abschütteln und endlich die ganze Bandbreite der Stimme zeigen zu können. Nun fiel die Entscheidung aber auf „Sunday morning“ von Maroon 5. Dieser Song ist zwar keine gar so grässliche Schnulze, wie „Reality“,aber schnell und anders genug, um aus der Schublade herauszukommen, scheint er auch nicht recht. Den Mut zum Risiko, den Dieter letzte Show einforderte, kann Dominik mit dieser Wahl noch nicht zufriedenstellend beweisen. Möglichkeiten dies zu ändern werden aber sicherlich noch folgen, denn in unserer Umfrage liegt der junge Sänger unangefochten an der Spitze. Ich warte geduldig weiter auf den Glücksgriff bei der Songauswahl.

Es erwartet uns also wieder eine bunt gemischte Show, deren Motto zumindest Volker Neumüller sehr glücklich machen wird. Ob wir auch zufrieden sein werden und wer DSDS den Rücken kehren muss erfahren wir am kommenden Samstag! Ich bin jedenfalls schon wieder sehr gespannt! :)

Die offizielle Trackliste wieder als Video:




Bookmark DSDS: Sexy, sexy, sexy!  at del.icio.us Digg DSDS: Sexy, sexy, sexy! Mixx DSDS: Sexy, sexy, sexy! Bloglines DSDS: Sexy, sexy, sexy! Technorati DSDS: Sexy, sexy, sexy! Bookmark DSDS: Sexy, sexy, sexy!  at YahooMyWeb wong it!

DSDS: Überraschungsparty bei Mottoshow 3

23 03 2009
Die ein oder andere Überraschung erwartete den Zuschauer gestern bei der 3. Mottoshow von DSDS: Marc musste gehen, Annemarie durfte bleiben, Benny erntete Lob, Dominik nicht, Bruce Darnell tauchte auf, Jürgen Drews leider auch und doch blieb vieles so, wie schon zuvor - beispielsweise das Niveau der Show, denn auch diese Mottoshow war wieder kein Glanzpunkt der DSDS-Geschichte.

Als Erste trat Sarah auf und sang überzeugend den schnellen Titel „I will survive“ von Gloria Gaynor. Sogar ein paar Tanzversuche schien sie auf der Bühne zu unternehmen, jedoch hatte das Stolzieren von einer Seite zur anderen eher etwas von einem Storch, denn von rhythmischen Bewegungen. Aber solange Sarah nicht hemmungslos hampelnd die Bühne stürmt, wie Kollege Göpfert es uns jede Woche zumutet, sei ihr diese Schwäche verziehen. Außerdem sorgte Dieter auch dieses Mal dafür, dass es die nächsten zwei Wochen - auch ohne Mottoshow - nicht langweilig wird, denn er beauftragte Laufstegveteran und Jurykollegen vom „Supertalent“ Bruce Darnell, der fremdsprachenschwachen Sarah Kreuz eine annehmbare englische Aussprache und den Wow-Effekt auf der Bühne beizubringen. Wie man unsere Freunde von RTL kennt, wird dieser Unterricht ebenso mit einer Kamera von Anfang bis Ende begleitet, wie es schon bei Holgers Badestunde der Fall war.



Doch für Schlagzeilen auch unter der Woche ist voraussichtlich eh gesorgt, denn Deutschlands Lieblingszicke, heute in einer dieser Schlagzeilen als „Trashmarie“ betitelt, ist noch im Rennen und darf – zum Missfallen einiger Mitkandidaten – in der nächsten Mottoshow wieder ihr Gift verspritzen. Doch alle Versuche seitens RTL in Kollaboration mit der Jury DSDS in eine Soap zu verwandeln, halte ich so gut es geht daran fest, dass diese Show in erster Linie ein Gesangswettbewerb sein sollte. Daher zurück zu Annemarie und ihrer Version von „99 Luftballons“. Ich wurde unweigerlich an gemeinsame Singstar-Abende mit Freunden erinnert, bei denen dieser Song lautstark von den Einzelnen geträllert wurde und auch nicht schlechter klang, als das, was Annemarie gestern sang. Ihre Leistung der letzen Woche schien in weiter Ferne, zurecht favorisierte die Jury sie für den Rausschmiß, sie war eine der Schlechtesten gestern.

Bleiben darf auch Benny, der schon zu Recallzeiten immer bis zuletzt zittern musste, ob er weitermachen darf oder nicht und der bislang die herbste Kritik von Dieter einstecken musste. Ganz anders gestern, denn die Jury fand diesmal nur gute Worte für den extravaganten Kandidaten, der sich zuvor mit Fotos ins Gerede brachte, die ohne weiteres Fremdschämfaktor 10 erfüllen dürften. Doch gesungen hat er gestern wirklich nicht schlecht, allerdings waren auch die vorherigen Auftritte von Benny nie so schlecht, wie der Dieter uns glauben machen wollte. Sinneswandel also beim Jury-Dreiergespann, mal sehen, ob selbiger bis zur nächsten Show andauert.

Schlagermaus Vanessa trällerte ihr Liedchen, nachdem sie in der letzten Woche genötigt wurde einen Tag mit dem selbsternannten König von Mallorca Jürgen Drews zu verbringen. Ob dieser ihr dermaßen auf die Nerven gegangen war – wofür ich im Übrigen großes Verständnis hätte – dass sie bei ihrem Schlager trotz kleiner Tanzeinlage mit so etwas ähnlichem, wie einem Cowboy, nicht glänzen konnte und allenfalls gesangliche Defizite aufgedeckt wurden? Durchaus möglich. Jedenfalls hatte sogar Dieter ein bisschen Kritik für seine Lieblingskandidatin – das will schon was heißen.

Anders leider, wie jede Woche, bei dem Urübel dieser Staffel, dem „Entertainer“ Holger Göpfert. In weiser Voraussicht krallte ich mich schon zu Beginn des Auftritts in die Lehne meines Sessels, um auf das, was da kommt vorbereitet zu sein. Doch vorbereitet ist man nie genug. Die ersten Töne waren grausam, der Rest des Liedes auch; dennoch übertraf der dieswöchige Auftritt von Holger, dem Schrecklichen, den letztwöchigen, denn immerhin brüllte er den Text richtig. Das reichte anscheinend aus, um die Jury in Jubel verfallen zu lassen und tragischerweise auch zahlreiche Zuschauer, die fleißig zum Telefon griffen. Aber diesbezüglich ist man ja schon Kummer gewohnt.

Die Befürchtungen, dass Dominik Büchele sich mit seinem Song keinen Gefallen getan hat, bestätigte sich leider, als Dieter ihm nach seinem Auftritt beginnende Langeweile attestierte. Schmerzlicherweise muss auch ich zugeben, dass der Auftritt des jungen Sängers alles andere als glanzvoll war. Die Stimme klang ungewohnt dünn, der Auftritt hatte keine Ähnlichkeit mehr mit vergangenen leidenschaftlichen Gesangsvorträgen und auch das Image des schüchternen Mädchenschwarms, das RTL für den 18-jährigen Büchele konzipiert hat, hinterlässt merklich seine Spuren bei dessen Performance. Es bleibt zu hoffen, dass Bohlens Aufforderung Risiken einzugehen für Dominik als Legitimation für die Wahl schnellerer Songs dienen darf und er auf diese Weise die Möglichkeit bekommt sein künstlerisches Profil wieder herzustellen. Falls das nicht der Fall sein sollte, dann wirft RTL hier Perlen vor die Säue und vergeudet das Talent eines vielversprechenden jungen Sängers.



Mit Abstand der Beste des Abends war Daniel Schuhmacher, der mit neuer Frisur und sehr guter Stylingberatung auch ein wenig an Profil dazugewinnen konnte. Sein Auftritt mit „Sweet dreams“ überzeugte von Anfang an, besonders hervorzuheben sind jedoch die hohen Töne, die das Zeug zum Markenzeichen haben. Wenn Daniel sich weiterhin auf seine Stimme konzentriert und sich von Streitigkeiten und Zickereien anderer Kandidaten fernhält, dann dürfte das Finale in erreichbarer Nähe sein.

Letzte Woche forderte ich an dieser Stelle statt eines Fazits die sofortige Verbannung des Geschlechtertausch-Mottos aus den DSDS-Shows. Diese Woche würde ich am liebsten eine Gehirnwäsche für die Jury einfordern, wahlweise dürfte aber auch gerne Nina Eichinger als Jurorin sofort gefeuert und durch eine neue Dame ersetzt werden. Derart unqualifizierte Aussagen, die von „total toll“ bis „super“ und „unglaublich“ reichen und garantiert in die Feststellung „du siehst super aus“ münden, sollten für den Mittelplatz in der Jury nicht ausreichen! Und falls eine adäquate Nachfolgerin nicht zu finden ist, ich stelle mich gern zur Verfügung! ;-)

Bookmark DSDS: Überraschungsparty bei Mottoshow 3  at del.icio.us Digg DSDS: Überraschungsparty bei Mottoshow 3 Mixx DSDS: Überraschungsparty bei Mottoshow 3 Bloglines DSDS: Überraschungsparty bei Mottoshow 3 Technorati DSDS: Überraschungsparty bei Mottoshow 3 Bookmark DSDS: Überraschungsparty bei Mottoshow 3  at YahooMyWeb wong it!

DSDS: 3. Mottoshow - get the party started!

18 03 2009
Kommenden Samstag darf im Coloneum gefeiert werden, denn in der 3. Mottoshow müssen die 8 verbliebenen Kandidaten „Partyhits“ zum Besten geben. Das schon bewährte Motto vorangegangener Staffeln verspricht viel Show und Bewegung und richtet den Fokus deutlich mehr auf die Performance, als auf den Gesang, was bekanntermaßen einigen der letzten 8 zu Gute kommen könnte.

Von so manchem sind wir ja bereits (zu) viel Bewegung auf der Bühne gewohnt, zu befürchten ist allerdings, dass wir diesmal einen noch hampelnderen, noch unkontrollierter zappelnden und dies auch noch als Tanz bezeichnenden Holger Göpfert werden erleben müssen, denn der Queen-Fan wird die Hymne aller Hymnen „We are the champions“ singen. Ob er bei seiner Darbietung den durchschnittlichen 5 Liter Bier intus habenden Stadionbesucher gesanglich übertreffen wird, bleibt abzuwarten - darf aber gern bezweifelt werden.

An seine Performance von letzter Woche wird Marc Jentzen bei seiner Version des Partyklassikers „Celebration“ von Kool & The Gang anknüpfen wollen, möglicherweise darf diesmal ja sein Papi auf die Mottoshowbühne kommen, um mit dem Sohnemann das Tanzbein zu schwingen. Jedenfalls bleibt zu hoffen, dass der von Dieter nur noch als Trostpreis statt als Jackpot deklarierte Marc nicht auch den Gesang der letzen Woche wiederholen wird.

Deutschlands momentane Lieblingszicke Annemarie Eilfeld wagt sich diesen Samstag an einen deutschen Titel und singt Nenas „99 Luftballons“, ob sie dabei mal wieder ein paar Kleidungsstücke ablegt ist jedoch noch nicht bekannt. Mehr Spannung, als Anmies Erfolgsaussichten den Song gut zu singen, wird ohnehin die Frage erzeugen, welcher der Kandidaten diesmal in dem Einspieler vor dem Auftritt besondere Aufmerksamkeit vom DSDS- Zickenmariechen zuteil wird.

Benny Kieckhäben hält sich an vorangegangene Juryempfehlungen und singt keinen ursprünglich von einer Frau gesungenen Song, sondern den 90er Jahre Euro-Dance Hit „What is love“. Jedoch wird die Jury – unabhängig davon wie inbrünstig Benny dem Titelsänger Haddaway nachzueifern versuchen wird und wie quitschbunt seine Klamottenwahl auch ausfallen mag – wohl keine Gnade walten lassen und ein weiteres Mal für die Heimkehr des Ex-Friseur-Azubis nach Worms oder auch einen Direktumzug in das Dschungelcamp plädieren.

Auf ein Neues wird Vanessa Neigert am Samstag einen Schlager trällern, diese Woche fiel ihre Wahl auf Gittes „Ich will ‚nen Cowboy als Mann“. Die Zuschauer - und insbesondere auch Dieter Bohlen – können sich damit erneut auf kokette Gesten, Profiflirterei und 60er Jahre Dress einstellen, ob die 16-jährige gesanglich überzeugen kann, bleibt jedoch abzuwarten.
Die Auftritte der drei besten Sänger - Sarah, Daniel und Dominik - erzeugen wieder einmal am meisten Spannung, wenn auch alle auf unterschiedliche Weise. Keiner der drei hat bisher besonders temporeiche Songs gesungen, sie überzeugten bislang mit den ruhigeren Tönen. Sarahs Uptempo-Premiere wird am Samstag ein bereits in vorangegangenen Staffeln beliebtes Partlied bilden: „I will survive“ von Gloria Gaynor. Ob die 19-jährige es schaffen wird erst relativ viel englischen Text zu lernen und sich dann noch locker auf der Bühne zu bewegen? Wird sie gar tanzen und Frohsinn ausstrahlen? Wenn ihr das alles gelingen sollte, könnte Sarah einen großen Schritt nach vorne gehen und beweisen, dass sie nicht nur große Balladen mit ernster Miene schmettern, sondern auch das fröhlichere Genre angemessen bedienen kann.

Gefallen am Motto der letzten Woche scheint Juryfavorit Daniel gefunden zu haben, denn er singt erneut einen Frauentitel – diesmal „Sweet Dreams“ von den Eurythmics. Diese Wahl scheint sehr gelungen, denn der Song passt zur hohen Stimme Schuhmachers, ist etwas flotter, als seine bisher gewählten Titel und dennoch langsam genug, um dem jungen Sänger keine ihn vermutlich überfordernden und zudem für ihn unpassenden Showeinlagen abzuverlangen - damit könnte ihm der beste Auftritt des Abends gelingen.

Zu meiner persönlichen Enttäuschung wird Dominik Büchele keinen Uptempo-Song singen, stattdessen gibt er die Ballade „Reality“ von Richard Sanderson zum Besten. Betagtere DSDS-Zuschauer werden sich vermutlich an ihre Jugend erinnert fühlen und vor lauter Gedanken an längst vergangene Feten-Knutschereien den Auftritt Bücheles ohnehin nicht näher bewerten können. Aber ob die Jury Gefallen an einer Schmusenummer während einer Partyhits-Mottoshow findet, wenngleich sie auch auf zahlreichen Knutschparties gespielt worden sein mag, scheint fragwürdig. Unbestritten wird Dominik diesen Song gesanglich problemlos meistern und einen guten Auftritt machen, dennoch ist es schade nicht auch einmal eine andere musikalische Seite des jungen Talents hören zu dürfen. Zudem bleibt zu hoffen, dass Dieter Bohlen selbst in weit zurückliegenden Teenagererinnerungen schwelgen wird und dem sympathischen Sänger daraufhin sogleich seine Songwahl verzeihen kann.

Was die Show ansonsten an Eklats bereithält, welche Farbe Dieters Anzug diesmal haben wird, ob Holger das „Schwimmpferdchen-Abzeichen“ sein Eigen nennen kann und wer diesen Samstag das letzte Mal in einer Mottoshow auftreten wird - das alles sind spannende Fragen, auf die wir leider erst am kommenden Samstag eine Antwort haben.


Die komplette Trackliste der 3. Mottoshow zum anhören:




Bookmark DSDS: 3. Mottoshow - get the party started!  at del.icio.us Digg DSDS: 3. Mottoshow - get the party started! Mixx DSDS: 3. Mottoshow - get the party started! Bloglines DSDS: 3. Mottoshow - get the party started! Technorati DSDS: 3. Mottoshow - get the party started! Bookmark DSDS: 3. Mottoshow - get the party started!  at YahooMyWeb wong it!

DSDS: Harfe adé

16 03 2009
Da waren es nur noch 8. Mottoshow Nummer zwei, mit dem Spaß versprechenden Motto „Geschlechtertausch“, bedeutete für Cornelia und ihre Harfe das Ende bei DSDS und für den freudig auf gute Auftritte hoffenden Zuschauer einen recht unbefriedigenden Abend. Das durchschnittliche Niveau der Darbietungen lag irgendwo zwischen Bierzeltmusikanten und den Stimmungsmachern in mittelmäßigen Discotheken, allen voran Dieters lebende Geschmacksverirrung Holger Göpfert. Sein Auftritt mit „Black Velvet“ unterbot alles zuvor von ihm Gesehene und Gehörte, vor lauter fassungslosem Entsetzen über diese unterirdische Leistung blieb ich für die Dauer der gesamten Darbietung und des folgenden unverständlichen Juryurteils in einer Art Schockstarre. Natürlich wurde Holger von Dieter und seinem Gefolge nicht abgemahnt und es blieb unausgesprochen, dass er einen der schlechtesten Mottoshowauftritte aller Zeiten abgeliefert hatte – erschreckender Weise schien der wirre Herr Göpfert nicht einmal selbst zu bemerken, wie bescheiden seine Leistung an diesem Abend gewesen war.

Die vorangegangene Auseinandersetzung mit DSDS-Luder Annemarie, die in ihrem Einspieler mitteilte Holger aus der Castingshow zu entlassen, so sie denn die Wahl hätte, schien den „sensiblen“ 27-jährigen dermaßen erregt zu haben, dass er jeden Anstand vergaß und Annemarie nach ihrem Auftritt in der Live-Show (!) wild gestikulierend anging. Von Annemaries Neigung zu verbalen Attacken gegen ihre Mitstreiter und ihrer hart an den Grenzen des guten Geschmacks angesiedelten Vorliebe für knapp verhüllte Haut mag man sich längst ein Bild gemacht haben, jedoch muss man ihr fairer Weise an diesem Samstag einen überraschend soliden Auftritt - wohl auch den besten ihrer DSDS-Zeit - zugestehen.
Stabilisiert hat sich auch unsere Schlager-Madame Vanessa Neigert, die sich mit „Über den Wolken“ gesanglich im Vergleich zum Debakel der Vorwoche wieder steigern konnte und die im Lichte einiger ihrer selbstdarstellerischen Mitstreiter eine erfrischende Uneitelkeit an den Tag legt und damit inzwischen sogar bei mir punkten kann.



Benny, zum zweiten Mal von der Jury auserkorener Favorit für den Rauswurf, lieferte im Prinzip genau das, was man am Samstag von ihm auch erwartet hatte. Mit Hochzeitsschleier auf dem mit zahlreichen Flaschen Haarspray getufften Haar imitierte er Madonnas legendären Auftritt von „Like a virgin“ und schien mit dieser Show sichtlich in seinem Element gewesen zu sein. Gesanglich blieb er jedoch ebenfalls ganz im Rahmen der Erwartungen, nämlich irgendwo ziemlich weit unten.

Marc, der die Schlagzeilen einer angeblichen Prügelattacke gegen einen Ex-Boyband Kollegen anscheinend mit einer „rührenden“ Geschichte rund um sein Engagement für Heimkinder auszugleichen versuchte, versagte gesanglich völlig bei „I kissed a girl“. Auch seine Show-Bemühungen auf der Bühne, bei deren krönendem Abschluß er ein Tänzchen mit Mama Jentzen wagte, konnte seinen misslungenen Auftritt nicht positiver erscheinen lassen. Vielmehr führte dem Zuschauer einmal mehr vor Augen, dass der Mädchenschwarm die Masche der Boybands wohl zu sehr verinnerlicht hat und bei allem was er tut einfach viel zu dick aufträgt

Leider konnten auch die Favoriten der sechsten Staffel Sarah, Daniel und Dominik diesmal das schlechte Niveau der Mottoshow übermäßig stark anheben. Alle 3 lieferten zwar ab, glänzten jedoch nicht unbedingt mit ihren stärksten Auftritten. Sarah sang „You raise me up“ technisch gut, das Gefühl hatte sie aber wohl in der Garderobe vergessen. Die Gänsehaut von Nina Eichinger kann ich mir persönlich nur mit der überaus eisigen Ausstrahlung von Fräulein Kreuz bei ihrem dieswöchigen Auftritt erklären – hoffentlich kann sie in den nächsten Wochen zeigen, dass sie auch anders kann, sonst ist schon jetzt besiegelt, dass das Finale einmal mehr in Männerhänden liegen wird.

Leidtragender der dieswöchigen Zickereien war im Grunde ein weit unter seinen Möglichkeiten gebliebener Daniel Schuhmacher, dessen Auftritt zwischen dem Aufmerksamkeit erzeugenden Gerangel von Annemarie und Holger und den darauf folgenden Buh-Rufen des Publikums fast unterging. „Irgendwas bleibt“ sang der ohne Frage mit einer sehr schönen Stimmfarbe gesegnete Pfullendorfer, doch viel mehr als ein ganz „netter“ Eindruck blieb von seinem dieswöchigen Auftritt eben nicht.

Dominik, der neben seinem großen musikalischen Talent auch jede Woche wieder mit angenehmer Zurückhaltung in Bezug auf alle Kandidatenproblemchen und einem allgemein ausgeglichenen Auftreten überzeugt, machte zwar einen guten Auftritt mit „First day of my life“, blieb jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die angezogene Handbremse änderte dennoch nichts daran, dass der sympathische Kappel-Grafenhausener erneut Bester des Abends war und seine Favoritenrolle weiter ausbauen konnte.


DSDS - Dominik Büchele - First Day of my Life - MyVideo

Cornelia, die keinen so schlechten Auftritt mit „Your Song“ gemacht hatte, aber eben auch keinen nachhaltigen Eindruck hinterließ, musste gehen, der Verlustschmerz ist gering.

Anstelle eines Fazit möchte ich im Namen aller Freunde dieser Show eine Bitte äußern :

Liebe DSDS-Macher, bitte lasst die Uraufführung auch gleichzeitig den letzten Vorhang für das Motto dieser Woche sein! Nie wieder Geschlechtertausch!!!


Bookmark DSDS: Harfe adé   at del.icio.us Digg DSDS: Harfe adé  Mixx DSDS: Harfe adé  Bloglines DSDS: Harfe adé  Technorati DSDS: Harfe adé  Bookmark DSDS: Harfe adé   at YahooMyWeb wong it!

DSDS: "Geschlechtertausch" – dieses Jahr ist alles anders

13 03 2009
Premiere bei DSDS. Hörte man von verschiedenen Seiten schon klagende Laute und ein müdes Gähnen über die alljährlich recycelten Mottoshowthemen bei denen die immer gleichen Lieder in der Songliste auftauchten, so darf nun allgemein aufgehorcht werden.
Geschlechtertausch heißt das Motto für die kommende Show am Samstag und damit ist nicht nur die Performance von Deutschlands beliebtestem Ex-Friseur-Azubi Benny gemeint, sondern von jedem einzelnen der 9 verbliebenen Kandidaten. Die Damen singen Lieder, die ursprünglich ein Mann zum Besten gab, die Herren versuchen sich an Songs, die von einer Frau gesungen wurden. Was kommt dabei heraus? Das bleibt abzuwarten, es scheint jedoch ein unterhaltsamer und auch spannender Abend zu werden, insbesondere wenn man sich die Titelwahl der 9 Kandidaten etwas genauer anschaut.

„I kissed a girl“ – der Song, in dem Katy Perry über eine gelungene homoerotische Situation sinniert – wird von Ex-Boyband-Schönling Marc Jentzen gesungen. Risikobereitschaft muss man ihm zweifelsfrei zugestehen, denn das Lied entspricht so gar nicht Marcs bisheriger musikalischer Identität. Führte der Wunsch anders wahrgenommen zu werden, mehr als nur austauschbares Stimmchen im Boybandgenre zu sein, zu der Wahl dieses Titels? Man kann nur spekulieren. Noch spannender als die Frage, ob er den Song gesanglich gut meistern wird dürfte jedoch sein: wird der Text des Liedes mottogerecht umgeschrieben in „I kissed a boy“?

Daniel Schuhmacher, der Mann mit der besonderen Stimmfarbe, singt Silbermonds „Irgendwas bleibt“ . Dabei drängt sich die Frage auf: warum tut er das? Das Motto, das gerade für ihn, der schon die Tonstudioaufnahmen im Recall lieber in der Frauentonart absolvierte, scheint eine Steilvorlage zu sein, bei der er beispielsweise mit einem kraftvollen Song seines Idols Kelly Clarkson punkten könnte. Nun aber singt er einen ziemlich faden deutschen Song, dem die kraftvollen Stellen für eine gute Stimmpräsentation fehlen. Schade, denkt man und fragt sich dabei, ob dieser - noch dazu deutsche Song - tatsächlich seine Präferenz gewesen ist.

Ebenso ungewöhnlich wirkt Dominik Bücheles Songauswahl eines Titels von Ex-Spice Girl Mel C. Ihre abgedroschene Nummer „First day of my life“ , die ich regelmäßig hektisch ausschalte, wenn sie dort ertönt, kann zwar insgesamt durch die Interpretation des jungen Sängers nur gewinnen und könnte sogar durch die Auswechslung der nervig quäkenden Stimme von Sporty Spice gegen die gute volle Stimme des Ex-Tellerwäschers ein durchaus angenehmes Lied werden. Ob diese Titelwahl aber ganz freiwillig war, scheint mir eher zweifelhaft.
Auch die Wahl eines sehr ruhigen Titels - Elton Johns „Your Song“- von Harfenfrau Cornelia erscheint unverständlich, angesichts des zuvor gewählten schnellen und modernen Songs „Mercy“, für den sie letzte Woche großes Lob von der Jury bekam.

Im Lichte all dieser Lieder ist der langjährige DSDS-Zuschauer geneigt wieder einmal die tatsächliche Möglichkeit der Einflußnahme auf die Titelwahl durch die Kandidaten in Frage zu stellen und womöglich den Gerüchten, wonach die 9 Verbliebenen eher weniger selbstbestimmt bei dem sogenannten Songfinding ihre Songs finden, sondern eine Liste mit minimaler Auswahl vorgelegt bekommen, Glauben schenken.

Wie dem auch sei, es gibt am nächsten Samstag doch noch einen Titel, bei dem man an der Freiwilligkeit der Songauswahl durch den Kandidaten, keinen Zweifel hat.
Denn in seinem Element sein wird Benny, der bereits mehrmals die Geschlechterrolle durchbrochen hatte und grundsätzlich lieber Frauentitel sang, als sich an Songs seinesgleichen zu versuchen. „Like a virgin“ von Madonna scheint zudem der passende Deckel zum Kieckhäben-Topf zu sein – Anhänger des Pudelfrisurträgers dürfen sich also auf eine ordentliche Ladung „Frauenpower“ freuen, seine Kritiker sollten eher schon mal anfangen die Schläfen zu massieren, falls soviel bunte Weiblichkeit dann doch zuviel sind für die strapazierfähigen Nerven.

In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß bei der abwechslungsreichen und spannungsgeladenen 2.Mottoshow am Samstag!


Bookmark DSDS: "Geschlechtertausch" – dieses Jahr ist alles anders   at del.icio.us Digg DSDS: "Geschlechtertausch" – dieses Jahr ist alles anders  Mixx DSDS: "Geschlechtertausch" – dieses Jahr ist alles anders  Bloglines DSDS: "Geschlechtertausch" – dieses Jahr ist alles anders  Technorati DSDS: "Geschlechtertausch" – dieses Jahr ist alles anders  Bookmark DSDS: "Geschlechtertausch" – dieses Jahr ist alles anders   at YahooMyWeb wong it!

DSDS: Zwischen Zickenzoff und Kuppelshow

08 03 2009
Unverhofft, kommt oft. Wer hätte gedacht, dass kurz vor der ersten Mottoshow die Karten nochmal neu gemischt werden. Der überraschende Ausstieg von Vanessa Civiello am Abend vor der Greatest Hits-Show nahm teilweise Einfluss auf die Auftritte und Erfolgschancen der einzelnen Kandidaten - bei einigen positiv, bei anderen negativ.

Der "Zickenkrieg" über angeblichen Ideenklau überschattete die Show und schien nur der Tropfen gewesen zu sein, der das Fass der geheuchelten Harmonie zum Überlaufen gebracht hatte. An allen Ecken und Enden der Show wurde verbal geschossen, die Einzelkämpfermentalität war nie so stark im Vordergrund, wie in dieser Staffel. Dem aufmerksamen Zuschauer wird nicht entgangen sein, dass eine weniger harmonische, dafür deutlich konkurrenzkampforientiertere Haltung der Kandidaten zueinander ausdrücklich von einem Mann gewünscht war, dessen Einfluss auf den Showverlauf unbestritten ist. Was Dieter wünscht, wird erfüllt - und wenn es zickende Mädchen sind.

Zurück zum Ausgangsstreitpunkt. Vanessa C. begründete ihren Ausstieg mit zu hoher Druckbelastung für sie und zu starkem Konkurrenzkampf zwischen den Kandidaten, bei dem einige sogar "über Leichen gehen" würden. Wer nun wessen Idee geklaut hat und warum man sich überhaupt darüber streitet, wer sich nun auf der Bühne seiner Kleider entledigen darf, muss offen bleiben. Fest steht, Blondine Annemarie hat sich mit ihrem kleinen Striptease auf der Bühne selbst in eine Schublade gesteckt und "Sex sells"-Bekräftigungen ihrerseits, führen sie wohl trotzdem nicht näher an den Superstartitel heran, sondern geradewegs in eine künftige Ausgabe des Playboy. Fest steht aber auch, dass sich Fräulein Zahnpastalächeln Vanessa C. mit einem Auftritt, bei dem sie sich die Kleider vom Leibe gerissen hätte zwar vielleicht ein paar männlicher, im Geiste ähnlich wie Volker Neumüller funktionierender Fans zusätzlich hätte sicher sein können. Jedoch bin ich sicher, dass eine kleine Stripeinlage bei Faith Hills "There you'll be" nur noch mit heiterem Klatschen und Springen bei Elton Johns "Candle in the Wind" an unpassender Performance zu einem Song zu toppen wäre.

Ein anderer Aspekt dieser Episode führt uns wieder einmal zur Formatüberschneidung verschiedenster RTL-Produktionen. Nachdem mit dem hampelnden Holger und der Harfe zupfenden Cornelia schon zwei Kandidaten die Mottoshowbühne besetzen, anstatt beim passenderen Supertalent um den Titel zu kämpfen, scheinen eben diese beiden - angeführt von einem mit Kai Pflaume konkurrierenden Dieter Bohlen - DSDS mit einer Kuppelshow zu verwechseln. Deshalb geizt Madame Patzlsperger nicht länger mit ihren Reizen und lässt von Kuppelkönig Bohlen auch die nicht offenkundig zur Schau getragenen Vorzüge anpreisen und der seit 10 Jahren ungeküsste Holger schwärmte solange unverblümt von seiner heißgeliebten Miriam, bis RTL sich entschied eine Art Fortsetzungsroman aus ihrem ersten Treffen zu basteln. Mit der eigentlichen Show auf der Mottoshowbühne hat das zwar nichts zu tun, medienwirksam ist es aber allemal. Zumindest Cornelia scheint durch die eigene Vermarktung positiv motiviert gewesen zu sein, denn ihr Auftritt am Samstag Abend war eine deutliche Steigerung zum letztwöchigen stimmlichen Debakel.

Über all diese Nebenschauplätze verliert man beinahe den Hauptschauplatz, nämlich die große Mottoshowbühne, aus den Augen. Doch Qualität und angenehme Zurückhaltung bei diesen "Turbulenzen" soll noch angemessene Beachtung finden. Hervorzuheben an diesem Abend sind die großen 3 der sechsten Staffel: Daniel hat wieder einen guten Auftritt gemacht und punktet mit seiner besonderen Stimmfarbe, wenngleich seine Titelwahl diese Woche nur ein Gähnen hervorrufen konnte. Sarah hat großartig gesungen und Whitney Houston, im Gegensatz zu Vanessa C. in der letzten Show, würdig vorgetragen. Allenfalls ihr Geplapper abseits der Bühne ist zu kritisieren, da sie, sobald sie zu reden beginnt, die gerade noch erzeugte diven- und damenhafte Ausstrahlung zunichte macht. Dominik hat mit seiner Interpretation von "Imagine" eine deutliche gesangliche Ablösung zu seinem großen Vorbild James Blunt geliefert und eindrucksvoll bewiesen, dass er auch Songs von anderen großen Künstlern sehr gut singen kann. Und auch im visuellen Bereich gelang es ihm einen Vergleich zu diesem konsequent auszuschließen. Zwar war die gewählte Weste sicher nicht jedermanns Geschmack, doch den Imitationsvorwurf der Jury dürfte der einstige Tellerwäscher mit diesem klugen Schachzug ein für allemal beseitigt haben.

Der spätere Rauswurf von Nachrückkandidatin Michelle dürfte niemanden überrascht haben. Auch wenn sie sich im Gegensatz zu ihrem letztwöchigen sehr schwachen Gesang steigern konnte, so war sie doch nichts anderes als ein Lückenbüßer. Daran konnte auch Dieters Frontalangriff gegen "Paradiesvogel" Benni nichts mehr ändern.

Festzuhalten bleibt, dass es neben medienwirksamen Mädchenstreitigkeiten, offen zur Schau getragenem Konkurrenzkampf und dem ein oder anderen sonstigen Ablenkungsmanöver glücklicherweise doch noch echte Talente gibt auf dieser großen Mottoshowbühne im Kölner Coloneum. Und ich für meinen Teil, freue mich schon wieder auf den nächsten Showsamstag...!


Bookmark DSDS: Zwischen Zickenzoff und Kuppelshow   at del.icio.us Digg DSDS: Zwischen Zickenzoff und Kuppelshow  Mixx DSDS: Zwischen Zickenzoff und Kuppelshow  Bloglines DSDS: Zwischen Zickenzoff und Kuppelshow  Technorati DSDS: Zwischen Zickenzoff und Kuppelshow  Bookmark DSDS: Zwischen Zickenzoff und Kuppelshow   at YahooMyWeb wong it!

DSDS: "Gedanken zur Top 15 Show oder Deutschland sucht den Superfreak"

02 03 2009
Ich war entsetzt, ob der Dummheit des deutschen Publikums!!!!

Ich hatte mich ja schon gedanklich damit abgefunden, dass Holger - der krakeelende Hampelmann - von Dieter in die nächste Runde geschickt wird, aber durch die Zuschauerwahl??? Unfassbar! Und auch Vanessa - der Schlager trällernde Gesichtskrapfen - erwartete ich durch die Jury in den Mottoshows, nicht jedoch durchs Publikum.

Diese Wahl führte zu der schreienden Ungerechtigkeit, dass jemand wie Roshan ("Dance with somebody"), der zwar nicht der beste Sänger ist, aber eine ordentliche Show gemacht hat und von der Jury bescheinigt bekam besser als Marc gewesen zu sein, nicht weiterkam, und auch ein Tobias ("Here without you"), der schon in Casting und Recall komplett ignoriert wurde mit einem Auftritt, der mehr als anständig war und von der Jury sehr gelobt und als Riesensteigerung bewertet wurde, mit der Argumentation sie hätten schon genug gute Sänger (in einem Gesangswettbewerb!?!?!), nach Hause gehen musste.

Das führt mich zu der nächsten groben Ungerechtigkeit des Wettbewerbs. Ungeschriebenes Gesetz bei DSDS: in die Mottoshows müssen 5 Frauen und 5 Männer. Wenn nun aber in diesem Jahr mit großem Abstand die Herren der Schöpfung mehr Qualität bringen, als die Damen, die allenfalls mit jahrmarkttauglichen Auftritten und beinahe hinausplumpsenden "Argumenten" auf sich aufmerksam machten, dann ist es Zeit diese Realbedingungen auch in die Showrealität zu übernehmen. Stattdessen wird eine vollschlanke 29-jährige, mit der Ausstrahlung eines Spülschwamms und der Stimme einer Haselmaus, trotz eines, von der Jury als keineswegs überzeugend eingestuften Auftritts, in die Mottoshows geschickt, nur weil sie ein Instrument spielt, das man nicht alle Tage zu hören bekommt. Leider vergisst die Jury dabei, dass wir uns hier nicht beim Supertalent befinden, wo eine Cornelia durchaus das weibliche Pendant zu einem mundharmonikapustenden Michael Hirte, nur ohne Schicksalsbonus, darstellen könnte, sondern in einem Gesangswettbewerb. Eigens für sie und den zappelnden Rollmops wurden die Regeln geändert...Man fragt sich warum, wenn es das passende Format doch auch für diese Kandidaten geben würde.


Punkt 3 der überwältigenden Ungerechtigkeiten - auf die ich aber schon seelisch vorbereitet war - die Jurybewertung für den besten Sänger und Kandidaten im Wettbewerb, Dominik. Die Klasse des Auftritts wird nur am Rande erwähnt, stattdessen lieber darauf herumgeritten, dass erneut ein Titel von James Blunt gewählt wurde. Nun mag man sich Abwechslung wünschen und den Beweis, dass der Junge noch mehr drauf hat. Aber zum einen gibt es da ja die Mottoshows, die durch ihre eingeschränkte Titelwahlmöglichkeit dazu führen, dass ab nächster Woche sowieso nicht immer nur der gleiche Sänger gewählt werden kann. Zum anderen hat der langsam zum Größenwahn und von einem Fanclub, bestehend aus den peinlichsten Casting-Kandidaten, begleitete Holger bislang auch nur Songs von den Beatles zum Besten gegeben und auch bei ihm waren Casting- und Top 15- Titel identisch. Von Fräulein Schlager - der man gestern zu Gute halten musste, dass sie zumindest einen ganz unterhaltsamen Auftritt hinlegte - ganz zu schweigen.

Immerhin, das Publikum erkannte die 3 besten Sänger im Wettbewerb Dominik, Daniel und Sarah, die auch später die Top 3 stellen werden. Letztes Jahr wurden aber tatsächlich die 5 besten Auftritte erkannt und belohnt und auch die Jury ließ genau die 5 weiterkommen, die es am ehesten verdient hatten; dieses Jahr weit gefehlt!

Alles in allem, DSDS wird immer trashiger und offenkundig ungerechter. Aber wie sagte Dieter schon so schön: Mit Gerechtigkeit darf hier keiner rechnen!

Dennoch hatte ich Spaß und werde auch weiterhin Spaß haben und freue mich, wenn man junge Talente finden kann. Ich konnte gestern schon nicht die Finger vom Telefon lassen...


Karla Kolumna ist der Künstlername unserer neuen Kolumnistin, die humoristisch und kritisch die Ereignisse rund um DSDS für uns begleitet.





Bookmark DSDS: "Gedanken zur Top 15 Show oder Deutschland sucht den Superfreak"  at del.icio.us Digg DSDS: "Gedanken zur Top 15 Show oder Deutschland sucht den Superfreak" Mixx DSDS: "Gedanken zur Top 15 Show oder Deutschland sucht den Superfreak" Bloglines DSDS: "Gedanken zur Top 15 Show oder Deutschland sucht den Superfreak" Technorati DSDS: "Gedanken zur Top 15 Show oder Deutschland sucht den Superfreak" Bookmark DSDS: "Gedanken zur Top 15 Show oder Deutschland sucht den Superfreak"  at YahooMyWeb wong it!