Stadtwerke Düsseldorf "verschenken" 100 Euro an Kunden

09 03 2010

Vor einigen Tagen erreicht mich ein Schreiben der Stadtwerke Düsseldorf mit dem schönen Betreff "100 Euro voller Energie!" - Endlich mal ein Mailing mit einer positiven Botschaft, da lese ich doch gerne weiter. In dem Schreiben wird dem geneigten Leser dann erstmal ordentlich Honig ums Maul geschmiert: "Sie als langjähriger Stammkunde..." Blabla "... Für Ihre Treue möchten wir uns bei Ihnen mit '100 Energie-Euros' bedanken." 


Stadtwerke Düsseldorf 100 Euro voller Energie


Das klingt doch schonmal alles sehr nett und freundlich, danke, auch wenn es keine Mehrzahl von "Euro" gibt, ob 1 Euro oder 100 Euro, Euro bleibt Euro. 


Wie und wo kommt ich nun also an meine 100 Energie Euro, ganz einfach, es gibt 35 Kooperationspartner bei deren Filialen die Energie Euro eingelöst werden können. "Ihre 100 Energie-Euros verwenden Sie beim Einkauf wie Bargeld.", steht im Schreiben.


Na gut denkt man sich da, so richtig cool ist das ja mit den 100 geschenkten Euros nicht, wenn man auf 35 Kooperationspartner beschränkt ist, aber werfen wir mal einen Blick auf diese Partner: 




Hier gesellt sich also eine illustre Schar von Anbietern aus verschiedenen Bereichen zusammen, vor allem aus dem Handels- und Dienstleistungsbereich. Mit der kleinen Einschränkung, dass so gar keiner von denen in meinem relevant set ist. 


Kooperationspartner 2



Na gut, dass könnte ja noch werden denkt sich der geneigte Leser und überlegt schon wo man 100 Euro ausgeben kann, ist ja wie Bargeld, stand im Schreiben. 


Leider leider, ist das aber alles gar nicht so einfach, die Energie-Euros werden nämlich nicht wie angekündigt 1:1 wie Bargeld behandelt, sondern nur zusätzlich zu richtigem Geld:  "1 Energie-Euro pro Einkaufswert von 10 €" steht vielfach neben dem Logo der Kooperationspartner - na super! 


Da habe ich jetzt also viele Minuten meines Lebens damit verbracht das Schreiben der Stadtwerke Düsseldorf zu lesen, hatte schon ein positives Image gegenüber den Stadtwerken entwickelt und dann kommt doch wieder das dicke Ende, dass man eh nichts Geschenkt bekommt. Mal angenommen, man würde tatsächlich hingehen und versuchen die 100 Energie-Euro zu Nutzen, müsste man Waren und Dienstleistungen im Wert von ca. 1.000 Euro in Anspruch nehmen. Das ist ja jetzt nicht so zielführend, vielleicht gut für die Düsseldorfer Wirtschaft, aber sicher nicht gut für mich. 


Ich habe also jetzt dieses "Geschenk" mit einem faden Beigeschmack in der Papiertonne entsorgt und damit sich der ganze Aufwand überhaupt noch lohnt, also dieser Blog-Eintrag geschrieben.


Tipp an die Stadtwerke: diese Art von "Werbung" bitte zukünftig unterlassen, so dumm wie angenommen ist der geneigte Kunde nun doch nicht. Außerdem bringt so etwas keinen Image-Gewinn, nur Image-Schaden, und die Kosten für so ein Mailing stehen sicher in keinem Verhältnis zum erhofften positiven Einzahlen der Aktion auf die Marke. 





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Dinge die richtig nerven: "Microsoft Word musste wegen eines Problems beendet werden..."

20 02 2010



Word musste wegen eines Problems beendet werden.




Ganz besonders schlimm ist diese oben gezeigte Meldung, wenn man gerade ein umfangreiches Word-Dokument bearbeitet hat und sich dann die Software ins Nirvana verabschiedet.


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Das Supertaltent vs. Britains got talent Part 1 (Die Jury)

17 05 2009
Ich möchte euch heute zwei TV Formate vorstellen die eigentlich gleich sind, jedoch nicht unterschiedlicher sein könnten. Das Prinzip ist in beiden Fällen simpel und schnell erklärt: Man nehme drei mehr oder weniger kompetente Juroren, setzte Sie an einen Tisch und ruft das jeweilige Land auf zu zeigen was es an Talent zu bieten hat. Das ganze wird vor Kameras und Publikum aufgeführt und schon kann die Show beginnen.



Doch schon bei diesem Dreitakt aus Grundregeln trennt sich die Spreu vom Weizen. Werfen wir zuerst einen Blick auf die Jury in Deutschland. Im Supertalent 2008 beehrten uns Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart und Bruce Danell in der Jury. Man mag es kaum aussprechen, doch Dieter Bohlen war wohl der Juror mit den besten Deutschkenntnissen, was ja schon Bände spricht. Die grammatikalisch und auch inhaltlich abenteuerlichen Kommentare zu den Vorträgen, wurden lediglich von den Heulattacken der Dramaqueen Bruce getoppt. Sylvie van der Vaart war der optische Hingucker der Staffel und brachte mit ein paar netten Flirteinlagen die rar gesäten Highlights der Juryleistung. Natürlich gab es auch reichlich Dieter in der Sendung. Die gut auswendig gelernten Sprüche des Herr Bohlens waren teilweise erheiternd, jedoch auch oft am Rande des guten Geschmacks.



Auf also zum ersten Vergleich – und auf die Insel geschaut in die Studios von Britains got Talent (BGT). Das Trio dort besteht aus dem Musikexperten Simon Cowell (ex A&R- Berater bei Sony BMG), dem Zeitungsmogul Piers Morgan (u. a. Chefredakteur der Zeitungen „The Sun“ und „Daily Mirror“ gewesen), sowie der bezaubernden Schauspielerin Amanda Holden. In der aktuellen 2009er Staffel gab es zum ersten Mal einen Gastjuror: das Supermodell und Schauspielerin Kelly Brook gab sich die Ehre. Bekanntlich sind ja Namen Schall und Rauch, jedoch lässt sich nicht leugnen, dass sowohl die rhetorische Kompetenz der Juroren, als auch der gelieferte Inhalt der Kommentare, viele britische Meilen über dem deutschen Niveau schweben. Den deutschen Bruce-Heul-Part übernimmt bei BGT Amanda Holden regelmäßig gern, jedoch eher mit einem süßen gerührten Schluchzen, anstatt den überzogenen Handtaschendramen von Modeikone Bruce. Piers Morgan oder auch James Bond wie er in Britain genannt wird, ist ein Juror der jeden Spaß mitmacht und sich nicht scheut auf die Bühne zu steigen, um den Bewerben zu zeigen wie es besser geht. Simon Cowell ist der Griesgram und Dauermuffel der Jury. Er ist ein harter, kühler Juror der gnadenlos jedoch immer taktvoll den Bewerben erklärt, dass Sie lieber etwas anderes woanders machen sollten. Umso interessanter sind die Momente, in denen der britische Stockfisch auftaut und Ansätze von Begeisterung zeigt. Diese entstehen meist bei den Flirts mit Amanda, jedoch hin und wieder auch durch das gezeigte Talent.




Nun wissen wir also wer über das Talent richtet und uns mit fetzigen Kommentaren bespaßen soll. Im nächsten Teil schauen wir uns die Bewerber und das gezeigte Talent an. Es werden Fragen gestellt wie: „Wer hat denn da von wem abgeschaut?“ und „wer hat mehr Talent?“.

Ihr könnt heute schon einmal Voten: Wer hat mehr Talent? Deutsche oder Engländer?

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DSDS: Bye bye Benny

20 04 2009

„Sonne und Regen“ hieß es am Samstag bei der 6. Mottoshow und doch war es überwiegend bewölkt am DSDS-Himmel. Die Meinungsverschiedenheiten der Kandidaten untereinander wurden einmal mehr deren Gesangsdarbietungen übergeordnet, die Diskussion um Annemaries Art zu kämpfen zog sich wie ein roter Faden durch die ganze Sendung und jeder, der mehr Interesse an den Auftritten, als an den persönlichen Differenzen hat, wurde von dieser Show ein wenig enttäuscht. Höhepunkt der Stilisierung des „Kandidatenkriegs“ dürfte dann Dieters Verbalentgleisung gegenüber Annemarie Eilfeld gewesen sein, die allerdings clever zu kontern wusste. Doch wie jede Woche wollen wir uns von alldem nicht den Spaß an den musikalischen Aspekten von DSDS nehmen lassen und erfreuen uns an den wenigen Sonnenmomenten der letzten Show.

Daniel Schuhmacher war ohne Frage der Glanzpunkt am Samstag. Erst sang er „Here comes the rain again“ von den Eurythmics, entgegen Dieter Auffassung allerdings sehr originalgetreu – zeitweise hätte man mit geschlossenen Augen meinen können, Annie Lennox stehe selbst auf der Bühne – sehr sehr gut und zeigte damit, was er kann. Das vor einigen Wochen vorgetragene „Sweet dreams“ gefiel mir zwar noch besser, doch auch diese Leistung war durchaus beeindruckend. Als zweites folgte das von Herrn Bohlen selbst ausgewählte „Ain’t no sunshine“, das der junge Pfullendorfer wirklich überzeugend und mit herausstechender, leicht „dreckiger“ Stimme sang und das die Jury sogleich mit Standing Ovations belohnte. Warum Nina Eichinger jedoch aufstand, wenngleich sie doch Daniels ersten Titel besser fand, kann wohl nur mit Großpapa Bohlens mächtigem Einfluß erklärt werden. Jedenfalls hat der am Sonntag 22 Jahre alt gewordene Schuhmacher endlich zu seiner alten Form zurück gefunden und dominierte diese 6. Mottoshow mit seinen Auftritten. Hoffentlich kann er das Niveau endlich konstant halten.

Die medienpräsente Annemarie legte am Samstag zwei sehr unterschiedliche Auftritte hin, einmal sang sie „Bailando“ von Loona und versprühte dabei Urlaubsgefühl. Man konnte fast meinen man sei im Cluburlaub auf Ibiza. Auch wenn der Titel nicht wirklich schwierig war, fand ich den Auftritt ganz ordentlich. Im Gegensatz zu Dieter fand ich das Lied sehr passend für Annemarie, ihre Stimme harmonierte sehr gut mit diesem seichten Song, auch wenn dieser Song generell bei DSDS nicht unbedingt zur Regel werden sollte. Für den zweiten Auftritt hatte sich Anmie einiges vorgenommen, denn sie sang „Purple rain“ von Prince. Vorneweg, ich finde Annemarie hat sich bis jetzt in den Mottoshows durchaus gesteigert, ihr Gesang ist sicherer geworden und sie singt nicht mehr annähernd so schief, wie beispielsweise „Baby, one more time“ oder „99 Luftballons“. So war es auch bei „Purple rain“, man kann ihr nicht vorwerfen sie habe unsauber gesungen, sie hat kaum Töne versemmelt, aber: der Auftritt war für mich dennoch eine Qual, denn die Kleinmädchenstimme von Eilfeld wollte so überhaupt nicht zu diesem Meisterwerk passen, und bei ihren Bemühungen die Töne gut zu treffen, blieb jegliche Emotion auf der Strecke. Mir stellten sich die Nackenhaare auf, das war wirklich nicht schön. Ich möchte ihr raten nur noch Lieder zu singen, die mit ihrer Stimme harmonieren und zu ihr passen. Das war einfach mehrere Nummern zu groß für die junge Dessauerin.

Dominik Büchele hatte bei der 6. Mottoshow wahrlich nicht seinen besten Tag. Er begann mit dem sommerlichen „Upside down“ von Jack Johnson, bei dem der alternde Dieter vergeblich den Regen suchte, und sang sehr durchschnittlich und begleitet von einem leicht watscheligen Gang über die Bühne. Warum nur hat er nicht seine Gitarre mit auf die Bühne genommen. Sie hätte den etwas unbeholfenen Auftritt meiner Ansicht nach sehr steigern können. So tat sich Dominik selbst keinen Gefallen und musste sich von Dieter anhören, dass man den Song kaum schlechter singen könne, was allerdings schon gewohnheitsmäßig völlig überzogen war. Der zweite Song „Why does it always rain on me“ von Travis gelang Büchele dann schon viel besser, gesanglich reichte er dennoch nicht an „wire to wire“ von letzter Woche heran. Die Selbstironie jedoch, mit der er das Lied vortrug und zusätzlich mit einem gelungenen Hintergrundclip untermalt hatte, fand ich großartig und sehr amüsant. Unterm Strich muss ich aber einmal einem Jurymitglied, nämlich Volker Neumüller, zustimmen. Dominik hat gesanglich eher einen Schritt zurück gemacht, er sollte sich für die nächste Woche eine Herausforderung suchen, mit der er dann sein Potential besser ausschöpfen und wieder richtig überzeugen kann.

Sarah Kreuz begann mit „It’s raining men“, vergurkte den tiefen Anfang, sang dann aber kraftvoll, überzeugend und endlich mit ein wenig mehr Ausdruck in Stimme und Gesicht. Die „schnelle“ Sarah gefiel mir um Längen besser, als die „langsame“, die mit dem zweiten Titel „You are the sunshine of my life“ von Stevie Wonder zwar auch ganz gut sang, aber etwas – ja, ich nehme das Wort jetzt auch einmal in den Mund - langweilig wirkte. Die Jury sah das zwar genau andersrum, aber die hat die junge Sängerin auch sowieso schon in eine Schublade gesteckt, aus der sie nicht mehr heraustreten darf. Die Kraft und Stärke, die Sarah beim ersten Song versprühte, würde ich mir öfters von ihr wünschen, das passt sehr gut zu ihr. Noch mehr wünsche ich mir allerdings endlich vernünftigen Englischunterricht für Sarah. Ich ertappe mich dabei, wie ich bei ihren Auftritten Angst bekomme, dass sie wieder den Text vergessen könnte oder wie mir Textzeilen, die sie vermischt oder gänzlich falsch ausgesprochen hat, im Ohr hängen bleiben. Daran muss sie arbeiten, da führt kein Weg dran vorbei. Hoffentlich hat die Tatsache, dass sie neben Benny bis zuletzt zittern musste, Sarah etwas aufgerüttelt.

Bleibt noch Benny Kieckhäben von dem wir uns in der 6. Mottoshow leider verabschieden mussten. Gesanglich war Benny tatsächlich der Schwächste am Samstag, sein „Walking on sunshine“ brachte das Coloneum zwar trotz versemmelter Töne zum Mittanzen, der Auftritt gehörte aber eindeutig nicht zu Bennys stärksten. Das zweite Lied „When the rain begins to fall“ gefiel mir wesentlich besser. Zwar waren auch hier einige schiefe Töne, aber Benny wirkte so schwungvoll und positiv, dass man ihm diese gern verzieh. Mir persönlich wird der sympathische Wormser fehlen, trotz gesanglicher Defizite hat er es häufig geschafft, seine Auftritte mitreißend zu gestalten und mit Freude zu füllen. An dieser Stelle alles Gute für Benny!

Fazit der Mottoshow ist für mich, dass die wolkige Stimmung bei DSDS hinter den Kulissen den Auftritten der Kandidaten anscheinend nicht unbedingt gut tut. Bezeichnend in der Show war die Einladung von Razorlight an Dominik Büchele bezüglich seines Auftritts mit ihrem Song. Wenn der junge Sänger so viele Töne versemmelt hätte, wie Dieter meinte, dann hätte die Band damit wohl kaum in Verbindung gebracht werden wollen. Das muss schon hart sein, Herr Bohlen! Positiv war für mich deshalb - neben dem überwundenen Formtief von Daniel Schuhmacher - dass die Jury, mal abgesehen von Dieters Kraftausdrücken, etwas weniger oft mit ihrer Beurteilung daneben lag, als in den vergangenen Wochen. Allerdings spricht es nun wirklich nicht für diese Staffel und schon gar nicht für die „kompetenten“ Juroren, wenn man sich über so etwas schon freuen kann. Dieter möchte ich einen Satz von Dominik Büchele aus der Show an die Hand geben, der ihn hoffentlich zu ein paar guten Manieren zurückführen kann: “Wir sind halt alle fast noch Kinder.“ Das sollte Herr Bohlen nicht vergessen. Ich bin gespannt, ob es gelingt den Fokus bei der 7. Mottoshow wieder mehr auf das Geschehen auf der Bühne zu richten. Wir werden sehen, ob dieser Wunsch jedes mehr musik-als soapinteressierten DSDS-Zuschauers in Erfüllung gehen darf.

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DSDS: Harfe adé

16 03 2009
Da waren es nur noch 8. Mottoshow Nummer zwei, mit dem Spaß versprechenden Motto „Geschlechtertausch“, bedeutete für Cornelia und ihre Harfe das Ende bei DSDS und für den freudig auf gute Auftritte hoffenden Zuschauer einen recht unbefriedigenden Abend. Das durchschnittliche Niveau der Darbietungen lag irgendwo zwischen Bierzeltmusikanten und den Stimmungsmachern in mittelmäßigen Discotheken, allen voran Dieters lebende Geschmacksverirrung Holger Göpfert. Sein Auftritt mit „Black Velvet“ unterbot alles zuvor von ihm Gesehene und Gehörte, vor lauter fassungslosem Entsetzen über diese unterirdische Leistung blieb ich für die Dauer der gesamten Darbietung und des folgenden unverständlichen Juryurteils in einer Art Schockstarre. Natürlich wurde Holger von Dieter und seinem Gefolge nicht abgemahnt und es blieb unausgesprochen, dass er einen der schlechtesten Mottoshowauftritte aller Zeiten abgeliefert hatte – erschreckender Weise schien der wirre Herr Göpfert nicht einmal selbst zu bemerken, wie bescheiden seine Leistung an diesem Abend gewesen war.

Die vorangegangene Auseinandersetzung mit DSDS-Luder Annemarie, die in ihrem Einspieler mitteilte Holger aus der Castingshow zu entlassen, so sie denn die Wahl hätte, schien den „sensiblen“ 27-jährigen dermaßen erregt zu haben, dass er jeden Anstand vergaß und Annemarie nach ihrem Auftritt in der Live-Show (!) wild gestikulierend anging. Von Annemaries Neigung zu verbalen Attacken gegen ihre Mitstreiter und ihrer hart an den Grenzen des guten Geschmacks angesiedelten Vorliebe für knapp verhüllte Haut mag man sich längst ein Bild gemacht haben, jedoch muss man ihr fairer Weise an diesem Samstag einen überraschend soliden Auftritt - wohl auch den besten ihrer DSDS-Zeit - zugestehen.
Stabilisiert hat sich auch unsere Schlager-Madame Vanessa Neigert, die sich mit „Über den Wolken“ gesanglich im Vergleich zum Debakel der Vorwoche wieder steigern konnte und die im Lichte einiger ihrer selbstdarstellerischen Mitstreiter eine erfrischende Uneitelkeit an den Tag legt und damit inzwischen sogar bei mir punkten kann.



Benny, zum zweiten Mal von der Jury auserkorener Favorit für den Rauswurf, lieferte im Prinzip genau das, was man am Samstag von ihm auch erwartet hatte. Mit Hochzeitsschleier auf dem mit zahlreichen Flaschen Haarspray getufften Haar imitierte er Madonnas legendären Auftritt von „Like a virgin“ und schien mit dieser Show sichtlich in seinem Element gewesen zu sein. Gesanglich blieb er jedoch ebenfalls ganz im Rahmen der Erwartungen, nämlich irgendwo ziemlich weit unten.

Marc, der die Schlagzeilen einer angeblichen Prügelattacke gegen einen Ex-Boyband Kollegen anscheinend mit einer „rührenden“ Geschichte rund um sein Engagement für Heimkinder auszugleichen versuchte, versagte gesanglich völlig bei „I kissed a girl“. Auch seine Show-Bemühungen auf der Bühne, bei deren krönendem Abschluß er ein Tänzchen mit Mama Jentzen wagte, konnte seinen misslungenen Auftritt nicht positiver erscheinen lassen. Vielmehr führte dem Zuschauer einmal mehr vor Augen, dass der Mädchenschwarm die Masche der Boybands wohl zu sehr verinnerlicht hat und bei allem was er tut einfach viel zu dick aufträgt

Leider konnten auch die Favoriten der sechsten Staffel Sarah, Daniel und Dominik diesmal das schlechte Niveau der Mottoshow übermäßig stark anheben. Alle 3 lieferten zwar ab, glänzten jedoch nicht unbedingt mit ihren stärksten Auftritten. Sarah sang „You raise me up“ technisch gut, das Gefühl hatte sie aber wohl in der Garderobe vergessen. Die Gänsehaut von Nina Eichinger kann ich mir persönlich nur mit der überaus eisigen Ausstrahlung von Fräulein Kreuz bei ihrem dieswöchigen Auftritt erklären – hoffentlich kann sie in den nächsten Wochen zeigen, dass sie auch anders kann, sonst ist schon jetzt besiegelt, dass das Finale einmal mehr in Männerhänden liegen wird.

Leidtragender der dieswöchigen Zickereien war im Grunde ein weit unter seinen Möglichkeiten gebliebener Daniel Schuhmacher, dessen Auftritt zwischen dem Aufmerksamkeit erzeugenden Gerangel von Annemarie und Holger und den darauf folgenden Buh-Rufen des Publikums fast unterging. „Irgendwas bleibt“ sang der ohne Frage mit einer sehr schönen Stimmfarbe gesegnete Pfullendorfer, doch viel mehr als ein ganz „netter“ Eindruck blieb von seinem dieswöchigen Auftritt eben nicht.

Dominik, der neben seinem großen musikalischen Talent auch jede Woche wieder mit angenehmer Zurückhaltung in Bezug auf alle Kandidatenproblemchen und einem allgemein ausgeglichenen Auftreten überzeugt, machte zwar einen guten Auftritt mit „First day of my life“, blieb jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die angezogene Handbremse änderte dennoch nichts daran, dass der sympathische Kappel-Grafenhausener erneut Bester des Abends war und seine Favoritenrolle weiter ausbauen konnte.


DSDS - Dominik Büchele - First Day of my Life - MyVideo

Cornelia, die keinen so schlechten Auftritt mit „Your Song“ gemacht hatte, aber eben auch keinen nachhaltigen Eindruck hinterließ, musste gehen, der Verlustschmerz ist gering.

Anstelle eines Fazit möchte ich im Namen aller Freunde dieser Show eine Bitte äußern :

Liebe DSDS-Macher, bitte lasst die Uraufführung auch gleichzeitig den letzten Vorhang für das Motto dieser Woche sein! Nie wieder Geschlechtertausch!!!


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Hintergrundbeleuchtung defekt

05 12 2008
Was tun, wenn die Hintergrundbeleuchtung vom MacBook ausfällt?
Defekt, Horror, alles Dunkel! Keine Angst, die Lösung ist ganz einfach:

Am besten holt man sich einen Scheinwerfer und beleuchtet das Display von hinten.
Es funktioniert super...

... jedoch nicht lange :(

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Und darum nutze ich einen Mac

22 08 2008
Kollege Goldi schickte gerade einen Link auf eine tragisch komisches Webvideo zum Thema Usability und die Ohnmacht der Anwender gegenüber den Macken des Betriebssystems.


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