DSDS: Love is in the air oder Daniels großer Tag

10 05 2009

Die Suche hat ein Ende, Deutschland hat seinen neuen Superstar 2009 gefunden: Daniel Schuhmacher setzte sich am Ende eines vor Harmonie strotzenden Finals gegen seine Konkurrentin, oder besser seine Kameradin und Duettpartnerin, mit nicht einmal einem Prozent Vorsprung der Anruferstimmen durch. Zum 6. Mal fand Deutschland seinen Superstar und zum fünften Mal traf es einen Mann und keine Frau, auch wenn es diesmal denkbar knapp war. Der ganze Abend war geprägt von Harmonie, gegenseitigem Respekt und viel Liebe, die in der Luft lag. Für den DSDS-Zuschauer, der in dieser Staffel ganz andere Stimmungen gewohnt war und für den Zickenkriege schon alltäglich geworden waren, war dieses Finale fast schon zuviel des Guten. Soviel heile Welt gibt es sonst nur bei den öffentlich-rechtlichen zu sehen., das war man einfach nicht mehr gewohnt. Trotzdem kaufte man Sarah und Daniel tatsächlich jede Sekunde ab, dass sie sich gegenseitig den Sieg gönnen würden und so endete die Entscheidungsshow zwar tränenreich, aber nicht aus Verdruss und Ärger, sondern aus purer Freude. Es war ein Miteinander, kein Gegeneinander – der Wettbewerb geriet am Finalabend fast aus dem Sinn.


Sarah Kreuz musste zuerst auf die Bühne und eröffnete das Finale mit „A natural woman“ von Aretha Franklin. Sie sang gut, leider blieb aber nicht einmal das Finale verschont von Textaussetzern, Textumbauten und falschem Englisch. Zwar hat sie sich gesanglich durch die Staffel hinweg gesteigert, aber diese ewigen Textprobleme hätte sie wirklich in den Griff bekommen müssen. Wie soll sie in Zukunft in der Lage sein Konzerte zu singen, wenn sie sich schon den Text von zwei, drei Liedern nicht merken kann. Im Finale hätte ich mir endlich einen sauberen Vortrag gewünscht. Nichtsdestotrotz hat Sarah einen schwierigen Titel schön gesungen.
Daniels Herzenssong „Soulmate“ dagegen, war leider alles andere als gelungen. Die extreme Nervosität stand dem späteren Superstar ins Gesicht geschrieben, die Hand am Mikro zitterte und die Töne traf er bei weitem nicht immer. Irgendwie wollte seine Stimme auch so gar nicht mit diesem Song harmonieren. Sogar die Jury schien das insgeheim zu bemerken, denn ihr Urteile drückten sich allesamt um eine Beurteilung des konkreten Auftritts herum, lediglich die außergewöhnliche Stimme und die Entwicklung wurden erwähnt.



Sarah Kreuz-Anything But Love (Live im DSDS Finale… - MyVideo


In der zweiten Runde sang Sarah „I will always love you“ von Whitney Houston, ihr Staffelhighlight. Wieder ein schöner Auftritt, sie versuchte viel Gefühl in den Song zu legen und konnte damit durchaus überzeugen, allerdings war der Auftritt ihrem Mottoshowauftritt extrem ähnlich. Diesmal gab’s für Sarah standing ovations von der Jury, damit das Gleichgewicht zu Daniel wieder hergestellt wurde und sogar Daniel selbst stand für seine Mitstreiterin auf und zeigte sich von ihrem Auftritt beeindruckt. Anschließend sang er sein Staffelhighlight, „Ain’t no sunshine“ von Bill Withers. Ich wähnte mich in einem déjà-vu, als er die Bühne betrat, denn sein Outfit schien dasselbe zu sein, wie zuvor bei eben jenem Mottoshowauftritt. Ein Wunder, dass Fräulein Eichinger dies nicht zu bemerken schien. Gesungen hat Daniel sehr gut. Er selbst fand seinen Auftritt viel emotionaler als beim ersten Mal, ich habe ehrlich gesagt keinen wirklichen Unterschied feststellen können. Sehr schade, dass den Kandidaten für die Runde der Staffelhighlights anscheinend keine Besonderheiten an die Seite gegeben wurden. Wenn schon keine Kugelsessel oder Tänzerinnen dabei sein sollen, so hätte man die Lieder wenigstens verlängern oder abändern können. Wo bitte bleibt die Originalität? So hatte man lediglich einen aufgewärmten Auftritt aus den Mottoshows. Wenngleich aufgewärmtes auch nicht immer das schlechteste sein muss, Highlights sehen anders aus!


Der dritte Durchgang sollte nun den Direktvergleich der Kandidaten mit ein und demselben Titel, nämlich „Anything but love“ von Dieter Bohlen, bringen. Sarah machte den Auftakt, und um mal Nina Eichinger ihre Rolle in der Jury abspenstig zu machen, sie sah in Yvonne Catterfelds weißem Kleid hübsch, wie nie zuvor, aus. Die Kulisse war märchenhaft, der Traum jedes kleinen Mädchens, ein goldener Sessel, weiße schwingende Gardinen, Kronleuchter soweit das Auge reichte, alles in allem haufenweise schöner Kitsch - es fehlte nur noch ein kleiner Piepmatz, der Sarah während des Song auf den Finger hätte fliegen können. Der Song klang in Sarahs Version schön, etwas altmodisch und – nun ja - irgendwie bohlenmäßig. Dieter selbst war schwer gerührt, die Zuschauer, die es dick aufgetragen mögen, sicherlich auch.
Dann folgte Daniels Version von „Anything but love“, musikalisch anders arrangiert klang es etwas moderner als die Version von Sarah, was auch an den stark „Snow Patrol – Chasing Cars“- verdächtigen Zügen liegen könnte. Ganz in weiß, ohne Blumenstrauß, dafür mit Jedi-Kapuze, sang Daniel den Titel, als sei er ihm auf den Leib geschneidert. Schon im Recall hatte das Lied einen besonderen Klang durch seine Stimme, das Gefühl kam nun im Finale wieder durch. Mir persönlich gefiel diese Interpretation besser als Sarahs und auch Daniel Stimme fand ich passender für den Song.



DSDS - FINALE - Daniel Schuhmacher - Anything but … - MyVideo


Der folgende Auftritt der Top 10 mit „Time of my life“ war eine nette Abwechslung, ein wenig mehr Übung hätte einigen aber nicht geschadet. Ob Holger und Vanessa dann allerdings ihren Text oder die Töne gekannt und getroffen hätten, wage ich zu bezweifeln. Schön war es aber alle 10 noch einmal gemeinsam auf der Bühne zu sehen, nachdem wir nun wochenlang mit ihnen gezittert haben. Die hundertste Wiederholung der angeblich lustigsten Castingmomente hätte man dem gebeutelten DSDS-Zuschauer jedoch ersparen können. Das gemeinsame Duett von Daniel und Sarah, das zumindest als Bonustrack auf der Superstar CD erscheinen wird, wenn es nicht sogar selbst plötzlich im Plattenladen käuflich zu erwerben sein wird, bildete noch mal ein emotionales Highlight für alle nah am Wasser gebauten, der Rest konnte sich zumindest sicher sein, dass er diesen Titel bis auf weiteres nicht mehr aus seinen Ohren bekommt.


Daniel Schuhmacher ist nun also der Gewinner der diesjährigen Staffel Deutschland sucht den Superstar, einer Staffel die mit viel Soap und wenig Gesang die Schlagzeilen beherrschte und die dann schlussendlich doch ein Friede, Freude, Eierkuchen – Finale mit zwei sehr guten Stimmen bekam, wie es kein Drehbuch besser hätte schreiben könnte. Das beste Finale seit DSDS nannte es Marco Schreyl, nun, das war es bei weitem nicht. Textpatzer und vermasselte Auftritte gehören nicht in ein Finale, dennoch war es schön, unterhaltsam, versöhnlich für alle Holgers, die wir im Laufe der Staffel ertragen mussten undauch spannend. Das spannendste Finale war es trotz der engen Prozentzahlen meiner Ansicht nach trotzdem nicht, zumindest nicht allein, denn das Finale der Staffel drei zwischen Mike Leon Grosch und Tobias Regner, das ebenfalls nicht so eindeutig entschieden wurde, wie manch anderes, gleichzeitig aber eine extrem hohe Qualität Finalauftritte lieferte, empfand ich als ebenso spannend, eher noch spannender. Doch alldem zum Trotze gratuliere ich Daniel Schuhmacher, der ohne Frage eine sehr außergewöhnliche Stimme hat, und wünsche ihm alles Gute auf seinem nun folgenden Weg. Auch Sarah seien die besten Wünsche mit auf den Weg gegeben. Mögen sie in diesem bösen Musikgeschäft durchhalten und ihren Weg machen.


Wir dürfen uns nun erst mal erholen von dieser aufreibenden Staffel 6 von DSDS, doch ich bin sicher Staffel 7 ist nicht mehr fern. Danke an alle treuen Leser meiner Kolumne, danke für die lieben Kommentare, es war mir eine Freude hier zu schreiben.


Bis zum nächsten Mal,
Karla Kolumna





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DSDS: Quantität und Qualität – es gibt Hoffnung!

10 04 2009

Und wieder überrascht uns RTL mit Neuerungen bei unser aller Lieblingsformat DSDS: Zum ersten Mal müssen die 6 verbliebenen Kandidaten zwei Songs singen, die letzten Staffeln war das immer erst in der 6. Mottoshow der Fall.. Die Regelung finde ich persönlich großartig, denn die 5. Mottoshow, in der nur 6 Lieder gesungen wurden, war bisher immer schmerzlich kurz. Nun können wir uns am Samstag auf 12 Lieder einstellen und da Holger letzte Woche das Feld räumen musste, wir also glücklicherweise um zwei Lieder von ihm herum kommen,auch freuen.
Das Motto lautet „Aktuelle Hits“ und „I love you“, wobei die letzteren Songs jemand Besonderem gewidmet werden sollen. Dieses leicht kitschige Motto ereilte die früheren Kandidaten immer erst im Halbfinale, dieses Jahr soll aber schon vorher der Schmalz triefen, daher dürfen wir gespannt sein, ob dem DSDS-Publikum ein weiteres Mal eine (starkes Fremdschämen auslösende) Liebeserklärung, wie von Mike Leon Grosch an seine Vanessa in Staffel 3 oder von Linda Teodosiu an ihren Simon in Staffel 5, geboten wird. Alles ist möglich!

Kommen wir also zu den Songs und fangen mit den besten Neuigkeiten für alle Dominik Büchele-Fans an. Etwa seit seines unvergessenen Auftritts mit „Goodbye my Lover“ im Recall, konnte man vermehrt den Wunsch nach einem bestimmten Lied aus seinen Fanreihen vernehmen. Ich selbst hoffte ebenfalls lange darauf, dass Dominik diesen Song einmal singen werde, und nun wird unser Wunsch am Samstag erhört: der junge Herr Büchele wird am Samstag „Wire to wire“ von Razorlight singen. Zwar wird mancher Kritiker sagen, der Song sei schon wieder ein langsamer. Doch ist dieses wunderschöne Lied mit sehr kraftvollen Passagen nicht mit den seichten Popschinken der letzten Wochen zu vergleichen, sondern stellt eine ganz andere musikalische Qualität dar. Zudem sind Accesoires, die Nina Eichinger für Dominiks Performance forderte, schon durch den Videoclip des Songs prädestiniert. Ich vermute, es wird feurig auf der Bühne! ;-) Mit diesem Song kann Dominik jedenfalls Eindruck schinden und wohl mehr, als nur seine Anhänger glücklich machen. Und um den „Langweiler“-Vorwürfen endgültig den Garaus zu machen, singt Dominik noch „Stark“ von Ich Ich, mit dem im letzten Jahr schon Vorjahressieger Thomas Godoj punkten konnte. Selbst Dieter wird nicht umhin kommen, dem jungen Sänger zuzugestehen, dass ein deutsches Lied ein eingegangenes Risiko darstellt – wie auch immer er Dominiks Vortrag dann finden wird. Unterm Strich sind diese Songs eine sehr gute Wahl für den sympathischen 18-jährigen und ich freu mich auf seine Darbietung am meisten.

Auch Daniel Schumacher hat zwei Songs bekommen, die meiner Ansicht nach sehr gut zu ihm passen. Er singt von James Morrison „You give me something“ und dass ihm der junge Brite gesanglich liegt hat Daniel schon in der Top 15 Show bewiesen, als er „Broken Strings“ zum Besten gab. Dieser Auftritt wird vermutlich eines der Highlights des Abends und wird dem jungen Sänger sicherlich sehr gut gelingen. Als zweiten Song singt der 21-jährige „Allein, allein“ von Polarkreis 18. Dieser Song besticht durch seine hohen Töne, die der Pfullendorfer besonders gut beherrscht, was er auch schon mehrfach unter Beweis gestellt hat. Man darf also sehr gespannt sein, wie er sich diesen ungewöhnlichen Song zu eigen macht. Unzweifelhaft dürfte eine massive Steigerung im Vergleich zu der Darbietung der letzten Woche sein.


Benny Kieckhäben scheint von RTL nun nach dem Aufbäumen der letzten zwei Shows auf die Abschussliste gesetzt zu werden, denn er singt zum zweiten Mal einen Titel von Ne-Yo, diesmal „Closer“, und bekam schon bei „So sick“ in der ersten Mottoshow eins auf die Mütze. Wer ihm also diesen Titel gab, meint es wohl nicht gut mit dem angeblich frisch verliebten Ex-Friseur, denn dass die Jury ihn mit diesem Song lobt halte ich für gänzlich ausgeschlossen. Möglicherweise hören wir von Benny dann aber die obligatorische Liebeserklärung in seiner Widmung, die Zuschauern und Jury gleichermaßen die Schamesröte ins Gesicht treiben könnte, denn der zweite Song ist „Und wenn ein Lied...“ von den Söhnen Mannheims, was den Paradiesvogel schon während seiner Darbietung auf Teneriffa emotional aufwühlte. Wir dürfen also gespannt sein, ob Benny den Song verkraftet, wie die Jury ihn aufnimmt und mit welchen Utensilien der einfallsreiche Paradiesvogel den Käfig der letzten Mottoshow zu toppen versuchen wird.

Sarah Kreuz, die angeblich die ganze Woche Sprechverbot aufgrund einer Stimmbandenzündung hat und daher kaum üben können wird, singt „If I were a boy“ von Beyoncé. Nun ja, ich finde das Lied ein wenig unaufregend und hätte lieber „Halo“ gehört, da in diesem Song mehr Kraft steckt, aber Sarah soll die Rolle der Diva spielen und darf anscheinend kaum abweichen von den recht gleichförmigen Balladen. Schade! Ihr zweiter Song ist eine große alte Ballade, mit der sie endgültig die Divenschublade nicht mehr verlassen können wird. Sie singt „Unforgettable“ von Nat King Cole (oder eher Natalie Cole?!), das schreit nach einem langen festlichen Abendkleid, Mikrofonständer und bedeutsamen Gesten mit den Händen. Die Jury wird garantiert aus dem Häuschen sein, ob es auch die Zuschauer sind wird sich zeigen.

Vanessa muss sich diese Woche nicht soviel Arbeit mit Ausspracheübungen machen, sie singt zwei deutsche Lieder, einmal eins, dass ich persönlich nicht ausstehen kann „Gib mir Sonne“ von Rosenstolz und einen Schlager ganz nach ihrem Geschmack „Liebeskummer lohnt sich nicht“ von Siw Malmquist. Den Schlager wird sie in ihrer Art sicherlich ganz gut meistern, auch wenn ihr stimmlicher Zenit schon vor den Mottoshows überschritten war. Das Lied von Rosenstolz dagegen könnte sie ganz schön vermasseln, da er für sie zu ruhig und wenig schwungvoll ist. Eine schiefe Version von Vanessa wird dem nervigen Song in meinen Ohren aber keinen Abbruch tut ;-) Nach der letztwöchigen Lobhudelei von Dieter, die jeder Depp durchschauen konnte, wäre es mal an der Zeit für klare Worte von der Jury. Aber abgesehen von deren Urteil wird es für Vanessa wohl generell eng werden in der Show.

Annemarie Eilfeld wir diese Woche das erste Mal in den Live-Shows eine Ballade singen, nämlich „Nobody knows“ von Pink und wir dürfen gespannt sein, wie sie sich dabei schlägt. Man kann nur ahnen, dass die Jury, allen voran Dieter Bohlen, kein gutes Wort für die 18-jährige, die nun auch noch von einem großen deutschen Boulevardblatt zum Superstar hochgejubelt werden soll, finden wird – unabhängig von ihrer Leistung. Ihr zweiter Song „Just dance“ von Lady Gaga passt schon eher zur bisherigen Schublade der Blondine. Hier kann sie ein knappes Outfit tragen, mit dem Hintern wackeln und viel Show machen, ganz so, wie RTL es von ihr erwartet. Ob die Jury ebenfalls Spaß daran findet bleibt abzuwarten.

Nach unserer Umfrage dürfte es eng werden für Vanessa, Benny und Sarah, wobei durch die Titelwahl vor allem Benny und Vanessa werden zittern müssen. Sarah muss aufpassen, dass sie trotz ihrer guten Stimme nicht bald nach Hause geschickt wird, denn der Rückhalt bei den Zuschauern scheint stark zu schwinden, während Annemaries Fangemeinde immer mehr wächst. Völlig sorglos dürfen die zwei besten Verbliebenen, Dominik und Daniel, ins rennen gehen. Ihr Vorsprung vor den anderen scheint uneinholbar, ein rein männliches Finale ist zur zeit sehr gut vorstellbar, auch wenn die liebe Jury das wohl nicht so gern hätte.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die nächste Mottoshow, die endlich mal wieder qualitativ etwas zu bieten haben dürfte und einige Auftritte mit gutem Gesang erwarten lässt.

Ins diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß! :)


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DSDS: "Geschlechtertausch" – dieses Jahr ist alles anders

13 03 2009
Premiere bei DSDS. Hörte man von verschiedenen Seiten schon klagende Laute und ein müdes Gähnen über die alljährlich recycelten Mottoshowthemen bei denen die immer gleichen Lieder in der Songliste auftauchten, so darf nun allgemein aufgehorcht werden.
Geschlechtertausch heißt das Motto für die kommende Show am Samstag und damit ist nicht nur die Performance von Deutschlands beliebtestem Ex-Friseur-Azubi Benny gemeint, sondern von jedem einzelnen der 9 verbliebenen Kandidaten. Die Damen singen Lieder, die ursprünglich ein Mann zum Besten gab, die Herren versuchen sich an Songs, die von einer Frau gesungen wurden. Was kommt dabei heraus? Das bleibt abzuwarten, es scheint jedoch ein unterhaltsamer und auch spannender Abend zu werden, insbesondere wenn man sich die Titelwahl der 9 Kandidaten etwas genauer anschaut.

„I kissed a girl“ – der Song, in dem Katy Perry über eine gelungene homoerotische Situation sinniert – wird von Ex-Boyband-Schönling Marc Jentzen gesungen. Risikobereitschaft muss man ihm zweifelsfrei zugestehen, denn das Lied entspricht so gar nicht Marcs bisheriger musikalischer Identität. Führte der Wunsch anders wahrgenommen zu werden, mehr als nur austauschbares Stimmchen im Boybandgenre zu sein, zu der Wahl dieses Titels? Man kann nur spekulieren. Noch spannender als die Frage, ob er den Song gesanglich gut meistern wird dürfte jedoch sein: wird der Text des Liedes mottogerecht umgeschrieben in „I kissed a boy“?

Daniel Schuhmacher, der Mann mit der besonderen Stimmfarbe, singt Silbermonds „Irgendwas bleibt“ . Dabei drängt sich die Frage auf: warum tut er das? Das Motto, das gerade für ihn, der schon die Tonstudioaufnahmen im Recall lieber in der Frauentonart absolvierte, scheint eine Steilvorlage zu sein, bei der er beispielsweise mit einem kraftvollen Song seines Idols Kelly Clarkson punkten könnte. Nun aber singt er einen ziemlich faden deutschen Song, dem die kraftvollen Stellen für eine gute Stimmpräsentation fehlen. Schade, denkt man und fragt sich dabei, ob dieser - noch dazu deutsche Song - tatsächlich seine Präferenz gewesen ist.

Ebenso ungewöhnlich wirkt Dominik Bücheles Songauswahl eines Titels von Ex-Spice Girl Mel C. Ihre abgedroschene Nummer „First day of my life“ , die ich regelmäßig hektisch ausschalte, wenn sie dort ertönt, kann zwar insgesamt durch die Interpretation des jungen Sängers nur gewinnen und könnte sogar durch die Auswechslung der nervig quäkenden Stimme von Sporty Spice gegen die gute volle Stimme des Ex-Tellerwäschers ein durchaus angenehmes Lied werden. Ob diese Titelwahl aber ganz freiwillig war, scheint mir eher zweifelhaft.
Auch die Wahl eines sehr ruhigen Titels - Elton Johns „Your Song“- von Harfenfrau Cornelia erscheint unverständlich, angesichts des zuvor gewählten schnellen und modernen Songs „Mercy“, für den sie letzte Woche großes Lob von der Jury bekam.

Im Lichte all dieser Lieder ist der langjährige DSDS-Zuschauer geneigt wieder einmal die tatsächliche Möglichkeit der Einflußnahme auf die Titelwahl durch die Kandidaten in Frage zu stellen und womöglich den Gerüchten, wonach die 9 Verbliebenen eher weniger selbstbestimmt bei dem sogenannten Songfinding ihre Songs finden, sondern eine Liste mit minimaler Auswahl vorgelegt bekommen, Glauben schenken.

Wie dem auch sei, es gibt am nächsten Samstag doch noch einen Titel, bei dem man an der Freiwilligkeit der Songauswahl durch den Kandidaten, keinen Zweifel hat.
Denn in seinem Element sein wird Benny, der bereits mehrmals die Geschlechterrolle durchbrochen hatte und grundsätzlich lieber Frauentitel sang, als sich an Songs seinesgleichen zu versuchen. „Like a virgin“ von Madonna scheint zudem der passende Deckel zum Kieckhäben-Topf zu sein – Anhänger des Pudelfrisurträgers dürfen sich also auf eine ordentliche Ladung „Frauenpower“ freuen, seine Kritiker sollten eher schon mal anfangen die Schläfen zu massieren, falls soviel bunte Weiblichkeit dann doch zuviel sind für die strapazierfähigen Nerven.

In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß bei der abwechslungsreichen und spannungsgeladenen 2.Mottoshow am Samstag!


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DSDS: Zwischen Zickenzoff und Kuppelshow

08 03 2009
Unverhofft, kommt oft. Wer hätte gedacht, dass kurz vor der ersten Mottoshow die Karten nochmal neu gemischt werden. Der überraschende Ausstieg von Vanessa Civiello am Abend vor der Greatest Hits-Show nahm teilweise Einfluss auf die Auftritte und Erfolgschancen der einzelnen Kandidaten - bei einigen positiv, bei anderen negativ.

Der "Zickenkrieg" über angeblichen Ideenklau überschattete die Show und schien nur der Tropfen gewesen zu sein, der das Fass der geheuchelten Harmonie zum Überlaufen gebracht hatte. An allen Ecken und Enden der Show wurde verbal geschossen, die Einzelkämpfermentalität war nie so stark im Vordergrund, wie in dieser Staffel. Dem aufmerksamen Zuschauer wird nicht entgangen sein, dass eine weniger harmonische, dafür deutlich konkurrenzkampforientiertere Haltung der Kandidaten zueinander ausdrücklich von einem Mann gewünscht war, dessen Einfluss auf den Showverlauf unbestritten ist. Was Dieter wünscht, wird erfüllt - und wenn es zickende Mädchen sind.

Zurück zum Ausgangsstreitpunkt. Vanessa C. begründete ihren Ausstieg mit zu hoher Druckbelastung für sie und zu starkem Konkurrenzkampf zwischen den Kandidaten, bei dem einige sogar "über Leichen gehen" würden. Wer nun wessen Idee geklaut hat und warum man sich überhaupt darüber streitet, wer sich nun auf der Bühne seiner Kleider entledigen darf, muss offen bleiben. Fest steht, Blondine Annemarie hat sich mit ihrem kleinen Striptease auf der Bühne selbst in eine Schublade gesteckt und "Sex sells"-Bekräftigungen ihrerseits, führen sie wohl trotzdem nicht näher an den Superstartitel heran, sondern geradewegs in eine künftige Ausgabe des Playboy. Fest steht aber auch, dass sich Fräulein Zahnpastalächeln Vanessa C. mit einem Auftritt, bei dem sie sich die Kleider vom Leibe gerissen hätte zwar vielleicht ein paar männlicher, im Geiste ähnlich wie Volker Neumüller funktionierender Fans zusätzlich hätte sicher sein können. Jedoch bin ich sicher, dass eine kleine Stripeinlage bei Faith Hills "There you'll be" nur noch mit heiterem Klatschen und Springen bei Elton Johns "Candle in the Wind" an unpassender Performance zu einem Song zu toppen wäre.

Ein anderer Aspekt dieser Episode führt uns wieder einmal zur Formatüberschneidung verschiedenster RTL-Produktionen. Nachdem mit dem hampelnden Holger und der Harfe zupfenden Cornelia schon zwei Kandidaten die Mottoshowbühne besetzen, anstatt beim passenderen Supertalent um den Titel zu kämpfen, scheinen eben diese beiden - angeführt von einem mit Kai Pflaume konkurrierenden Dieter Bohlen - DSDS mit einer Kuppelshow zu verwechseln. Deshalb geizt Madame Patzlsperger nicht länger mit ihren Reizen und lässt von Kuppelkönig Bohlen auch die nicht offenkundig zur Schau getragenen Vorzüge anpreisen und der seit 10 Jahren ungeküsste Holger schwärmte solange unverblümt von seiner heißgeliebten Miriam, bis RTL sich entschied eine Art Fortsetzungsroman aus ihrem ersten Treffen zu basteln. Mit der eigentlichen Show auf der Mottoshowbühne hat das zwar nichts zu tun, medienwirksam ist es aber allemal. Zumindest Cornelia scheint durch die eigene Vermarktung positiv motiviert gewesen zu sein, denn ihr Auftritt am Samstag Abend war eine deutliche Steigerung zum letztwöchigen stimmlichen Debakel.

Über all diese Nebenschauplätze verliert man beinahe den Hauptschauplatz, nämlich die große Mottoshowbühne, aus den Augen. Doch Qualität und angenehme Zurückhaltung bei diesen "Turbulenzen" soll noch angemessene Beachtung finden. Hervorzuheben an diesem Abend sind die großen 3 der sechsten Staffel: Daniel hat wieder einen guten Auftritt gemacht und punktet mit seiner besonderen Stimmfarbe, wenngleich seine Titelwahl diese Woche nur ein Gähnen hervorrufen konnte. Sarah hat großartig gesungen und Whitney Houston, im Gegensatz zu Vanessa C. in der letzten Show, würdig vorgetragen. Allenfalls ihr Geplapper abseits der Bühne ist zu kritisieren, da sie, sobald sie zu reden beginnt, die gerade noch erzeugte diven- und damenhafte Ausstrahlung zunichte macht. Dominik hat mit seiner Interpretation von "Imagine" eine deutliche gesangliche Ablösung zu seinem großen Vorbild James Blunt geliefert und eindrucksvoll bewiesen, dass er auch Songs von anderen großen Künstlern sehr gut singen kann. Und auch im visuellen Bereich gelang es ihm einen Vergleich zu diesem konsequent auszuschließen. Zwar war die gewählte Weste sicher nicht jedermanns Geschmack, doch den Imitationsvorwurf der Jury dürfte der einstige Tellerwäscher mit diesem klugen Schachzug ein für allemal beseitigt haben.

Der spätere Rauswurf von Nachrückkandidatin Michelle dürfte niemanden überrascht haben. Auch wenn sie sich im Gegensatz zu ihrem letztwöchigen sehr schwachen Gesang steigern konnte, so war sie doch nichts anderes als ein Lückenbüßer. Daran konnte auch Dieters Frontalangriff gegen "Paradiesvogel" Benni nichts mehr ändern.

Festzuhalten bleibt, dass es neben medienwirksamen Mädchenstreitigkeiten, offen zur Schau getragenem Konkurrenzkampf und dem ein oder anderen sonstigen Ablenkungsmanöver glücklicherweise doch noch echte Talente gibt auf dieser großen Mottoshowbühne im Kölner Coloneum. Und ich für meinen Teil, freue mich schon wieder auf den nächsten Showsamstag...!


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Fotos vom Stadtfest in Aurich 2008

19 08 2008

Nach dem ich ja monatelang thesierend zu hause eingesperrt war, jetzt mal wieder etwas zum Thema Reallife: Stadtfest in Aurich. Die Highlights ;) habe ich in einer Bilderkategorie zusammengefasst. Ein Video gibt es auch noch. Interessanterweise haben auch schon die Fotos vom letzten Auricher Stadtfest sehr viele Leute angeschaut und mein Blog darüber gefunden. Die Fotos und Videos habe ich mit meiner Panasonic Lumix FX12 erstellt. Die Fotos nimmt die Kamera mit 7 Megapixel auf, die Videos mit 640x480px bei 30 fps.

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Ein paar Leute, die auf der JuZ Bühne gespielt haben: stevo star am Freitag und DJ Prymes am Samstag.


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Speed Selbstversuch

30 01 2008
Speed kenne ich als Film, Kartenspiel und Amphetamin. Aber was habe ich hier vor mir liegen, für ein Kartenspiel bzw. Film ist es zu Klein. Verbirgt sich in der unscheinbaren Verpackung eine Droge?
Aufgedruckt ist neben der Aufschrift Speed noch "knuspriger Keks und zarter Karamell umhüllt von Milchschokolade". Dieses erinnert mich an: "Raider heißt jetzt Twix, … sonst ändert sich nix"
Aber wie würden Eltern reagieren, wenn ihre Kinder erzählen, dass sie Speed gegessen haben?
Ich werde gleich einen Selbstversuch starten und euch morgen über die Auswirkungen berichten. Ganz nach Aldis Get´it - nimm es


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Dauerbloggen im Fachbereich Wirtschaft

13 01 2008
Mit Spannung erwarte ich das Dauerbloggen-Experiment am Fachbereich. Einige Studierende aus dem PR-Kurs - unterstützt von den Internet-Hiwis werden von Dienstag mittag bis Mittwoch mittag - also 24 Stunden - ihr Rekordblog schreiben.

Besonders interessant wird dabei auch, dass der Rekordversuch mit 2 Webcams über den Dienst ustream.tv übertragen werden soll. ustream.tv werde ich mir mal genauer anschauen - vielleicht ist das ja auch etwas für meine bescheidene Seite wiilove.de - die müsste mal wieder mit Leben gefüllt werden.

Dienstag mittag ab 13 Uhr geht es los mit dem Dauerblog - Weltrekordversuch - ich drücke den TeilnehmernInnen jedenfalls die Daumen.




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