Das Supertaltent vs. Britains got talent Part 1 (Die Jury)

17 05 2009
Ich möchte euch heute zwei TV Formate vorstellen die eigentlich gleich sind, jedoch nicht unterschiedlicher sein könnten. Das Prinzip ist in beiden Fällen simpel und schnell erklärt: Man nehme drei mehr oder weniger kompetente Juroren, setzte Sie an einen Tisch und ruft das jeweilige Land auf zu zeigen was es an Talent zu bieten hat. Das ganze wird vor Kameras und Publikum aufgeführt und schon kann die Show beginnen.



Doch schon bei diesem Dreitakt aus Grundregeln trennt sich die Spreu vom Weizen. Werfen wir zuerst einen Blick auf die Jury in Deutschland. Im Supertalent 2008 beehrten uns Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart und Bruce Danell in der Jury. Man mag es kaum aussprechen, doch Dieter Bohlen war wohl der Juror mit den besten Deutschkenntnissen, was ja schon Bände spricht. Die grammatikalisch und auch inhaltlich abenteuerlichen Kommentare zu den Vorträgen, wurden lediglich von den Heulattacken der Dramaqueen Bruce getoppt. Sylvie van der Vaart war der optische Hingucker der Staffel und brachte mit ein paar netten Flirteinlagen die rar gesäten Highlights der Juryleistung. Natürlich gab es auch reichlich Dieter in der Sendung. Die gut auswendig gelernten Sprüche des Herr Bohlens waren teilweise erheiternd, jedoch auch oft am Rande des guten Geschmacks.



Auf also zum ersten Vergleich – und auf die Insel geschaut in die Studios von Britains got Talent (BGT). Das Trio dort besteht aus dem Musikexperten Simon Cowell (ex A&R- Berater bei Sony BMG), dem Zeitungsmogul Piers Morgan (u. a. Chefredakteur der Zeitungen „The Sun“ und „Daily Mirror“ gewesen), sowie der bezaubernden Schauspielerin Amanda Holden. In der aktuellen 2009er Staffel gab es zum ersten Mal einen Gastjuror: das Supermodell und Schauspielerin Kelly Brook gab sich die Ehre. Bekanntlich sind ja Namen Schall und Rauch, jedoch lässt sich nicht leugnen, dass sowohl die rhetorische Kompetenz der Juroren, als auch der gelieferte Inhalt der Kommentare, viele britische Meilen über dem deutschen Niveau schweben. Den deutschen Bruce-Heul-Part übernimmt bei BGT Amanda Holden regelmäßig gern, jedoch eher mit einem süßen gerührten Schluchzen, anstatt den überzogenen Handtaschendramen von Modeikone Bruce. Piers Morgan oder auch James Bond wie er in Britain genannt wird, ist ein Juror der jeden Spaß mitmacht und sich nicht scheut auf die Bühne zu steigen, um den Bewerben zu zeigen wie es besser geht. Simon Cowell ist der Griesgram und Dauermuffel der Jury. Er ist ein harter, kühler Juror der gnadenlos jedoch immer taktvoll den Bewerben erklärt, dass Sie lieber etwas anderes woanders machen sollten. Umso interessanter sind die Momente, in denen der britische Stockfisch auftaut und Ansätze von Begeisterung zeigt. Diese entstehen meist bei den Flirts mit Amanda, jedoch hin und wieder auch durch das gezeigte Talent.




Nun wissen wir also wer über das Talent richtet und uns mit fetzigen Kommentaren bespaßen soll. Im nächsten Teil schauen wir uns die Bewerber und das gezeigte Talent an. Es werden Fragen gestellt wie: „Wer hat denn da von wem abgeschaut?“ und „wer hat mehr Talent?“.

Ihr könnt heute schon einmal Voten: Wer hat mehr Talent? Deutsche oder Engländer?

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